Nach Angaben der PNN beabsichtige das kommunale Wohnungsunternehmen ProPotsdam, 20 ältere Garagenanlagen im Reiherweg zurückzubauen.

Anlass sei der bauliche Zustand der Garagen, insbesondere die asbesthaltigen und maroden Dächer. Eine Mieterin habe sich ursprünglich mit der Bitte um eine Reparatur an das Unternehmen gewandt, woraufhin eine umfassendere Prüfung des Bestandes erfolgt sei.
Wie die ProPotsdam gegenüber den PNN erklärt habe, handele es sich bei den Garagen um Altbestand, der zu sehr günstigen Konditionen vermietet worden sei. In den entsprechenden Mietverträgen seien Regelungen enthalten, nach denen die Instandhaltung grundsätzlich den Mieterinnen und Mietern obliege. Eine im Jahr 2025 durchgeführte Begutachtung durch Sachverständige habe jedoch ergeben, dass nicht nur die Dächer, sondern auch weitere Teile der Bausubstanz erheblich beeinträchtigt seien. Eine grundlegende Sanierung habe deshalb aus Sicht des Unternehmens ausgeschlossen werden müssen, da diese nicht über die erzielbaren Mieten finanzierbar wäre.
Die ProPotsdam habe betont, dass bei asbestbelasteten Bauteilen besondere rechtliche und arbeitsschutzrechtliche Vorgaben zu beachten seien. Vor diesem Hintergrund sei eine Instandsetzung durch Privatpersonen nicht zulässig. Die Entscheidung zum Rückbau der Garagen sei daher unabhängig von einzelnen Beschwerden getroffen worden und habe auf einer längerfristigen strategischen Abwägung beruht. Dies bestätige laut PNN auch das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg (LAVG).
Den bisherigen Nutzerinnen und Nutzern der Garagen habe die ProPotsdam nach eigenen Angaben alternative Stellplatzangebote unterbreitet, unter anderem in Tiefgaragenanlagen in der Pappelallee und in der Hermann‑Kasack‑Straße. Zudem solle anstelle der Garagen eine neue Stellplatzanlage entstehen, die künftig mehr Fahrzeuge aufnehmen könne und ebenfalls zur Anmietung zur Verfügung stehen solle.
Aus Sicht des Wohnungsunternehmens diene das Vorgehen sowohl der Sicherheit als auch einer wirtschaftlich verantwortbaren Bestandsentwicklung. Ziel sei es, langfristig tragfähige Lösungen zu schaffen, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig ein möglichst breites Angebot an Stellplätzen für Mieterinnen und Mieter ermöglichen.
Quelle: PNN








