Die WG „Karl Marx“ Potsdam lebt von der aktiven Mitwirkung ihrer Mitglieder.

In ihrem aktuellen Mitgliedermagazin hat die Genossenschaft daher Karolin Schlanke im Format „Drei Fragen an …“ zu ihrem Engagement als Vertreterin interviewt und Einblicke in die Aufgaben und Erfahrungen in diesem Ehrenamt gegeben.
Was hat Ihr Interesse am Amt der Vertreterin geweckt?
Ich finde, eine Genossenschaft lebt davon, dass ihre Mitglieder Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Ohne Beteiligung und Engagement kann dieses System nicht funktionieren. Ich wollte meinen Teil dazu beitragen und war deshalb schon bei den Vertreterwahlen vor vier Jahren als Kandidatin am Start. Damals wurde ich Ersatzvertreterin und bin dann zwei Jahre später für eine ausscheidende Vertreterin nachgerückt. Ich konnte seitdem schon ein wenig in die Aufgaben hineinschnuppern und weiß, dass sich das Amt sehr gut mit Beruf und Privatleben vereinbaren lässt. Der zeitliche Aufwand ist absolut überschaubar. Meine bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv und haben mich darin bestärkt, erneut zur Wahl anzutreten.
Braucht man als Vertreter bestimmte Fähigkeiten oder Qualifikationen?
Ich bin sehr kommunikativ. Das bringt unter anderem mein Job als Sozialarbeiterin mit sich. Ich kann mich gut in andere Personen hineinversetzen, was bei Diskussionen
hilfreich ist. Als ich Anfang, über eine Kandidatur nachzudenken, dachte ich, dass man als Vertreter bestimmt juristisches oder betriebswirtschaftliches Know-how braucht oder sich im Immobilienbereich auskennen sollte. Ich habe dann aber schnell festgestellt, dass man
nicht „vom Fach“ sein muss, um sich beteiligen zu können. Viel von dem, was man über die wirtschaftlichen Zusammenhänge verstehen muss, kann man sich anlesen. Außerdem unterstützt die Karl Marx ihre Vertreterinnen und Vertreter mit Infomaterial und bietet ihnen auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Was gefällt Ihnen am besten an der Arbeit als Vertreterin?
Dass ich dadurch besser verstehe, wie die Genossenschaft funktioniert – die Prozesse und Zusammenhänge sind jetzt viel transparenter für mich als zuvor. Als Vertreter lernt man außerdem nach und nach die Mitarbeitenden der Karl Marx und ihre Aufgabenbereiche kennen. Das macht es leichter, Themen, die mir oder den Menschen in meiner Nachbarschaft unter den Nägeln brennen, bei den richtigen Personen anzusprechen. Toll ist natürlich auch, neue Menschen – auch aus den anderen Wohngebieten der Karl Marx – kennenzulernen, sich auszutauschen und Netzwerke aufzubauen. Es ist ein schönes Gefühl, sich für gemeinsame Werte wie Solidarität, Gemeinschaft und gute Lebensqualität für alle Mitglieder einzusetzen.
Mit dem Interview macht die WG „Karl Marx“ deutlich, wie wichtig engagierte Mitglieder für das Funktionieren der genossenschaftlichen Strukturen sind.
Karolin Schlanke steht beispielhaft für dieses Engagement und zeigt, dass Mitbestimmung, Gemeinschaft und Verantwortung zentrale Bestandteile des genossenschaftlichen Wohnens sind.
Quelle: KM Magazin








