Ab 2029 könnte an der Nutheschlange ein Neubau mit 90 Sozialwohnungen entstehen.

Das Terrassenhaus der Nutheschlange wird ab Sommer 2026 abgerissen. Die rund 200 PKW-Parkplätze direkt darunter bleiben noch einige Jahre erhalten. Darüber berichtet die MAZ. An seiner Stelle soll ein Neubau mit 90 Sozialwohnungen entstehen.
Das Gebäude des Architektenpaars Doris und Hinrich Baller soll nach Angaben der ProPotsdam in zwei Abschnitten abgerissen werden. Zunächst werden die Wohngeschosse mit den 38 seit Jahren leerstehenden Wohnungen zurückgebaut. Die beiden unteren Geschosse, die als einzige Einfahrt in die Tiefgarage unterhalb der Nutheschlange dienen, bleiben vorerst stehen. Erst wenn mit dem Neubau an gleicher Stelle beginnt, wird auch der Rest des Terrassenhauses abgerissen, eine neue Zufahrt entsteht.
Wann der erste Abschnitt des Rückbaus genau losgeht, ist noch offen. Die Landeshauptstadt muss für den im Juli 2025 gestellten Antrag zum Teilabriss erst noch grünes Licht geben. Sobald die Genehmigung vorliegt, wird der Abriss ausgeschrieben. „Wir gehen vom Beginn des Abrisses im Sommer 2026 und von zehn bis zwölf Monaten Bauzeit aus“, erklärte Sigrun Rabbe vom Sanierungsträger Potsdam der MAZ. Die Kosten dafür werden mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt.
Noch in diesem Jahr soll ein Wettbewerb für den Neubau ausgeschrieben, im nächsten Jahr die Planungsleitungen beauftragt werden. Die dafür nötigen Abstimmungen mit der Denkmalpflege zur Größe und Höhe seien schon abgeschlossen. Frühestens 2029 seien Baugenehmigung und Baustart inklusive Abriss des Gebäuderests realistisch, schreibt das Medium unter Berufung auf die ProPotsdam.
Der Neubau soll mehr als doppelt so viel Wohnfläche wie das Terrassenhaus umfassen. Je nach Größe könnten bis zu 90 neue Wohnungen entstehen. „Unsere Kernaufgabe ist preisgünstiger Wohnraum und das ist aktuell nicht ohne Förderung möglich“, wird ProPotsdam-Geschäftsführer Bert Nicke zitiert. Er setzt daher auf Fördermittel des Landes. Doch weil der Andrang auf dieses Geld immer größer wird, hätten sich schon einige Projekte des kommunalen Wohnungsbauunternehmens verzögert, resümiert die MAZ.
Die Aufteilung des Abrisses in zwei Abschnitte soll Geld sparen. „Die Entsorgungskosten in Brandenburg sind wegen der knappen Deponiekapazitäten zuletzt überproportional gestiegen, noch stärker als die Baukosten. Wir haben Sorge, dass es immer teurer wird, wenn wir da noch länger warten“, erklärt Bert Nicke. Zugleich könnten auf diese Weise noch längere Zeit Einnahmen durch die Vermietung der Stellplätze generiert werden.








