Stadt und ProPotsdam halten an Wohnungsbau fest

Landesförderung für Projekte im Block V der Potsdamer Mitte erforderlich

Eine Visualisierung für den Block V in der Potsdamer Mitte. Grafik: Sanierungsträger Potsdam/Andreas Stadler

„Das Ziel der ProPotsdam bleibt, auf dem Gelände des Staudenhofs mit der Nutzung von Wohnungsbaufördermitteln mehr als 140 moderne bezahlbare Wohnungen sowie Gewerbeflächen zur Belebung des Quartiers rund um den Alten Markt zu errichten.“ So steht es wörtlich in einer Antwort des Fachbereichs Stadtplanung auf eine Kleine Anfrage der Linken in der Stadtverordnetenversammlung.

Doch stehen die Pläne für den Block V in der Potsdamer Mitte unter Finanzierungsvorbehalt. „Grundsätzlich ist die Umsetzung von mietgebundenem Wohnungsbau nur mit Fördermitteln des Landes finanzierbar. Die Landeshauptstadt Potsdam und ProPotsdam besprechen regelmäßig und kontinuierlich die geplanten Projekte mit dem Fördergeber – gerade auch in einer perspektivischen Entwicklung, um die Absicherung von Fördermitteln im Vorfeld zu klären. Entsprechend wurden bisher durch das Land für die geplanten Vorhaben der ProPotsdam Fördermittel bereitgestellt und gesichert.“

Bei einer ersten Wirtschaftlichkeitsberechnung 2018 waren laut Auskunft der Verwaltung rund 39,6 Millionen Euro kalkuliert worden. „Seitdem sind die Baukosten im Neubaubereich um 51 % gestiegen.“ Eine konkrete Kostenschätzung auf Basis von Gebäudeentwürfen werde erst nach Abschluss des wettbewerblichen Planungsleistungsvergabeverfahrens Ende 2026 vorliegen. „Beobachtet wird zudem, welche Möglichkeiten sich durch derzeit politisch diskutierte Baukonzepte und Änderungen der Bauordnung ergeben.“