ProPotsdam treibt Ausbau von Photovoltaik voran

Neue Anlagen in Drewitz, Am Stern und in der Heinrich-Mann-Allee

Die Mieterstromanlage auf dem Dach der Rolle in Drewitz. Foto: Jessica Beulshausen

Die ProPotsdam forciert einem Bericht in der MAZ zufolge die Gewinnung von Strom durch Photovoltaikanlagen. Auf Dächern von Gebäuden in Drewitz, Am Stern und in der Heinrich-Mann-Allee sollen 2025 und 2026 insgesamt 17 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 800 kWp angeschlossen werden. Das teilte Gregor Heilmann, Geschäftsführer der ProPotsdam Wohnen, auf MAZ-Anfrage mit. Betreiber sei über einen Rahmenvertrag die Firma Sunfarming.

Ausgesetzt habe die ProPotsdam einen Ausbau von Mieterstromanlagen als alternatives Betreibermodell, schreibt die Zeitung. Pilotprojekte dafür sind 2022 in Waldstadt II und in Drewitz ans Netz gegangen. Bei einem Betreibermodell beziehen die Mieter über den Vermieter oder Partnerfirmen Sonnenstrom vom eigenen Dach. Allerdings ist das Verfahren bisher aus Expertensicht zu kompliziert.

In der Praxis seien Mieterstrommodelle „noch sehr selten“, weil es „zu viele bürokratische Hürden und zu wenig Anreize für Vermietende“, wird Joshua Jahn von der Verbraucherzentrale Brandenburg im Bericht zitiert. Gregor Heilmann verwies auf ein kompliziertes Versorgungs- und Abrechnungsprozedere: „Wenn die Sonne scheint, bekommst du direkt Strom vom Dach. Wenn sie aber nicht scheint, dann liefern sie dir Strom aus dem Netz.“ Das Interesse bei den Mietern sei zudem überschaubar.

Beim schon bestehenden Projekt Am Moosfenn 27-31 haben nach Angaben von ProPotsdam-Sprecher Reiko Käske bislang 31 der 105 Mietparteien einen Mieterstromvertrag abgeschlossen, so ProPotsdam-Sprecher Reiko Käske. Die Anlage sei in diesem Jahr durch die Firma einhundert übernommen worden. In der Konrad-Wolf-Allee 15-61 nutzten aktuell 15 von 113 Haushalten dieses Modell. Vertragspartner der Pro Potsdam ist hier die Energie und Wasser Potsdam (EWP). Einen deutlichen Kostenvorteil bringt der Mieterstromvertrag den bei der EWP beteiligten Haushalten bisher aber nicht.

Die Anlagen, die jetzt zusätzlich ans Netz gehen sollen, liefen zunächst konventionell: Die ProPotsdam kassiert eine Pacht, der Betreiber speist den Sonnenstrom ins Netz ein. Es sei aber „Wunsch der Firma, daraus Mieterstrom zu machen“, sagte Gregor Heilmann. „Zielstellung ist: Irgendwann werden unsere Mieter davon profitieren – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

Bereits installiert seien laut ProPotsdam PV-Anlagen auf den Häusern Guido-Seeber-Weg 1-15 und 6-8, Hans-Albers-Straße 8-12, Erich-Pommer-Straße 2-6 und Eduard-von-Wintersteinstraße 7-13 in Drewitz. Die insgesamt 226 Wohnungen sollen noch 2025 angeschlossen werden. Im Neubauquartier Altes Tramdepot an der Heinrich-Mann-Allee sollen bis Jahresende unter Regie der EWP PV-Anlagen auf Wohnhäusern mit insgesamt 183 Wohnungen errichtet werden.

Weitere Anlagen Am Stern und in Drewitz werden voraussichtlich 2026 unter der Regie von Sunfarming in Betrieb genommen werden. Dabei geht es um die Häuser Konrad-Wolf-Allee 14-24, Gaußstraße 1-8 und 51 -58, Leibnitzring 1-7, Galileistraße 59-71 und Niels-Bohr-Ring 2-18 sowie 21-29 mit insgesamt 183 Wohnungen.