Wie die MAZ berichtet, forciere die Landeshauptstadt Potsdam nach der Räumung einer zeitweise besetzten Immobilie auf Hermannswerder die zügige Entwicklung des Areals für den Wohnungsbau.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ProPotsdam solle demnach innerhalb von vier Wochen prüfen, ob sie selbst Wohnungen auf dem Grundstück errichten könne.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) habe im Hauptausschuss erklärt, noch vor der politischen Sommerpause solle Klarheit darüber bestehen, welche Entwicklungsmöglichkeiten die Stadt auf der Fläche habe. Aussagen zur möglichen Größe oder Anzahl der Wohnungen seien jedoch erst nach Abschluss der Prüfung durch die ProPotsdam möglich.
Bei dem Grundstück handele es sich um das Areal einer früheren Fahrradwerkstatt, die dem Kommunalen Immobilienservice (KIS) der Stadt gehöre. Das Gebäude sei zeitweise von Hausbesetzern genutzt und inzwischen geräumt worden. Bereits seit 2023 habe die Stadt angekündigt, die Fläche perspektivisch für Wohnungsbau entwickeln zu wollen. Warum es seit dem Auszug des letzten Gewerbemieters bislang zu keiner Umsetzung gekommen sei, habe Aubel laut MAZ nicht näher erläutern können.
Die Oberbürgermeisterin habe zugleich betont, dass es nicht akzeptabel sei, potenziell geeignete Flächen für Wohnungsbau über längere Zeit brachliegen zu lassen. Vor diesem Hintergrund solle nun auch bei allen weiteren leerstehenden Immobilien im Einflussbereich der Landeshauptstadt geprüft werden, ob eine Entwicklung oder Vermarktung möglich sei, mit einem klaren Fokus auf bezahlbaren Wohnraum.
Sollte sich eine Bebauung durch die ProPotsdam als nicht möglich oder nicht sinnvoll erweisen, habe es laut Aubel zudem ein „gesteigertes Interesse“ der Hoffbauer‑Stiftung gegeben. Die Stiftung, die ihren Sitz ebenfalls auf Hermannswerder habe, sei als sozialer Träger mit zahlreichen Ausbildungsberufen insbesondere an Wohnungen für Auszubildende interessiert.
Die MAZ ordne die aktuelle Entwicklung als Reaktion auf die vorangegangene Hausbesetzung ein, zugleich aber auch als Teil einer breiteren Strategie der Stadt, Wohnungsbaupotenziale schneller zu aktivieren und vorhandene Flächen konsequenter für die Schaffung von Wohnraum zu nutzen.
Quelle: MAZ








