Die ProPotsdam prüfe „Kooperationen mit Privatunternehmen zur Errichtung von Werkswohnungen“.

Das habe Unternehmenssprecher Reiko Käske auf Anfrage mitgeteilt, wie die MAZ heute in Print berichtet. Der Potsdamer Wirtschaftsrat habe solche Partnerschaften auf seiner jüngsten Sitzung unter dem Motto „Ohne Wohnraum keine Fachkräfte“ empfohlen. Dabei beteilige sich der Arbeitgeber an der Finanzierung des Bauvorhabens durch den Erwerb von Belegungsrechten für die neu entstehenden Wohnungen.
Laut Unternehmenssprecher Käske habe es 2024 eine erste Initiative der Potsdamer Wirtschaftsförderung gegeben, die die „Akteure der lokalen Wirtschaft mit Immobilienunternehmen zusammenbrachte, um Kooperationsmöglichkeiten zu prüfen“. Auch die ProPotsdam sei dabei gewesen. Die ProPotsdam habe „eine Reihe von Anfragen von Arbeitgebern, die nach Wohnungen für Mitarbeiter suchen. Dies betrifft vor allem Einrichtungen aus dem Pflegebereich, die ohnehin Schwierigkeiten bei der Personalsuche haben“, zitiert die MAZ Unternehmenssprecher Käske.
Denkbar sei „durchaus, Teile unserer Neubauvorhaben über normale Kapitalmarktdarlehen mit den aktuellen Zinskonditionen zu finanzieren und dann Kooperationspartnern als Werkswohnungen zu den heutigen Neubaukostenmieten über 20 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung zu stellen“. Alternativ bestünde laut Sprecher die „Möglichkeit, bei der Finanzierung Unterstützung von Partnern zu erhalten, denen dann Wohnungen zu Neubaumieten unter 20 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung gestellt werden könnten. In beiden Fällen stünden diese Wohnungen allerdings nicht dem normalen Potsdamer Wohnungsmarkt zur Verfügung.“
Größter Anbieter von Wohnungen für Mitarbeitende in Potsdam sei laut MAZ die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Ein neues Wohnviertel entwickle die BImA gemeinsam mit der Landeshauptstadt und der ProPotsdam in Marquardt. Seit 2022 habe das Bergmann- Klinikum und das Klinikum Westbrandenburg eine Kooperation mit der ProPotsdam. Auch beim Bau der geplanten weiteren Wohnungen auf dem früheren Tramdepot in der Heinrich- Mann-Allee gäbe es laut Sprecher Käske gegebenenfalls Spielraum für den Bau von Werkswohnungen in Kooperation mit mittelständischen Unternehmen. Dies beträfe Wohnungen mit einer geringen Grundfläche und damit vor allem die derzeit für Senioren geplanten Apartments. Die „dringend benötigen barrierefreien Wohnungen“ könnten dann allerdings „nicht mehr älteren Menschen zur Verfügung gestellt werden“, so Käske. „Vorzugsvariante bleibt deshalb in jedem Fall die Finanzierung des Bauvorhabens in der Heinrich-Mann-Allee über die Brandenburger Wohnungsbauförderung.“
Quelle: MAZ








