ProPotsdam plant 450 neue Wohnungen – Investitionsoffensive für bezahlbares Wohnen

Neubau- und Sanierungsvorhaben trotz unsicherer Rahmenbedingungen

Neubau der ProPotsdam im Bornstedter Feld. Foto: Benjamin Maltry

Das kommunale Wohnungsunternehmen rechne mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 130 Millionen Euro. Ziel sei es, einen spürbaren Beitrag zur Entlastung des angespannten Potsdamer Wohnungsmarkts zu leisten – mit mehr als 450 geplanten Neubauwohnungen und über 100 Sanierungen. Das gehe aus einer aktuellen Mitteilung des Unternehmens auf Anfrage der PNN hervor.

Zwei Projekte bereits gesichert

Klarheit herrsche inzwischen bei zwei länger geplanten Bauvorhaben:

  • In der Döberitzer Straße in Fahrland seien 62 neue Mietwohnungen vorgesehen.
  • In der Georg-Hermann-Allee im Bornstedter Feld solle ein Studierendenwohnheim mit 120 Apartments sowie eine Jugendfreizeiteinrichtung entstehen. Eine mögliche Erweiterung um weitere 48 Apartments hänge noch von der finalen Förderzusage des Landes Brandenburg ab.

Ebenfalls weiterverfolgt werde das Großprojekt in der Slatan-Dudow-Straße in Drewitz. Dort sollen 227 Wohnungen entstehen – allerdings sei die Finanzierung derzeit noch offen. Dennoch gehe man bei der ProPotsdam davon aus, dass alle genannten Bauprojekte im Laufe des Jahres 2026 starten könnten.

Visualisierung: blrm Architektinnen GmbH, Hamburg

Auch Sanierungen geplant – insbesondere im Schlaatz

Neben den Neubauten wolle das Unternehmen auch bestehende Wohnanlagen umfassend modernisieren. Im Otterkiez am Schlaatz solle ein Sanierungsprojekt beginnen, bei dem Grundrisse angepasst und insgesamt 135 zeitgemäße Wohnungen geschaffen würden. Weitere energetische Sanierungen seien im Biber- und Bisamkiez geplant – hier gehe es um 88 Wohnungen, die ebenfalls modernisiert und energetisch ertüchtigt werden sollen.

Ein weiteres Neubauvorhaben sei derzeit in der Heinrich-Mann-Allee vorgesehen, wo das Wohnquartier am ehemaligen Tramdepot um 278 Wohnungen erweitert werden könnte – vorausgesetzt, die beantragten Fördermittel würden bewilligt.

Landesförderung bleibt zentraler Hebel

Noch im vergangenen Jahr hätte die ProPotsdam auf mögliche Gefahren für über 1800 geplante Wohnungen hingewiesen – unter anderem beim Ersatzneubau des inzwischen abgerissenen Staudenhofs. Hintergrund seien damals drohende Kürzungen bei der Wohnungsbauförderung gewesen, die im Zuge der Haushaltsverhandlungen in Brandenburg diskutiert worden seien. Nach massiver Kritik – etwa vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) – habe das Land jedoch an wichtigen Förderinstrumenten festgehalten.

„Wir begrüßen die zunehmende Klarheit bei der Förderung des sozialen Wohnungsbaus in Brandenburg“, habe ProPotsdam-Sprecher Reiko Käske erklärt. Der Einsatz dieser Mittel sei entscheidend, „um dem Wohnungsmangel zu begegnen und die energetische Sanierung von Bestandswohnungen voranzutreiben“.

Quelle: PNN