ProPotsdam kündigt Bau von 600 Wohnungen an

Fünf neue Großbaustellen in verschiedenen Teilen der Stadt

Die ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal (r.) und Bert Nicke im letzten Jahr an der Baustelle in der Georg-Hermann-Allee. Foto: Sebastian Gabsch

Die ProPotsdam hat in der Sitzung des Hauptausschusses am 10. Dezember für 2026 fünf neue Großbaustellen angekündigt. Das berichtet die MAZ.

Neben regulären Neubauprojekten gehören dazu mehrere Vorhaben aus dem Sonderbauprogramm, das Wohnraum für Geflüchtete sowie für Menschen in schwierigen Lebenssituationen schaffen soll. Insgesamt sollen im Bornstedter Feld, Am Stern, in Drewitz, in Fahrland und in Golm bis 2028 rund 600 neue Wohnungen fertiggestellt werden. Das kündigten die ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal und Bert Nicke an.

In Kooperation mit dem Studierendenwerk West:Brandenburg soll ein Studierendencampus mit mehreren viergeschossigen Gebäuden in der Georg-Hermann-Allee im Bornstedter Feld errichtet werden. In unmittelbarer Nähe zum Volkspark Potsdam sind insgesamt 161 Studierendenapartments in Holzhybridbauweise vorgesehen. Dazu kommen 357 Quadratmeter für Gewerbe. Insgesamt sollen 32,5 Millionen Euro investiert werden, davon kommen 14,9 Millionen Euro als Darlehen, 11,1 Millionen Euro als Zuschuss vom Land.

Der laut Bert Nicke größte Neubaukomplex mit gefördertem Wohnraum ist in der Slatan-Dudow-Straße in Drewitz geplant. 101 der insgesamt 228 Wohnungen sind nach seinen Angaben für Senioren und Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderungen vorgesehen. Die Wohnfläche in den Viergeschossern liegt bei insgesamt knapp 13.000 Quadratmetern, hinzu kommen 68 Quadratmeter Gemeinschaftsfläche. Die Investitionskosten belaufen sich auf 57 Millionen Euro, davon sind 39,5 Millionen Euro als Darlehen und 11,3 Millionen als Zuschuss kalkuliert. Der Förderbescheid werde täglich erwartet, so Nicke.

Eine Baugenehmigung liegt für ein Projekt Am Kossätenweg in Golm vor. Drei Dreigeschosser in Holzmodulbauweise mit 63 Wohnungen für Geflüchtete könnten bald errichtet werden. Doch hätten Nachbar:innen Widersprüche gegen die Baugenehmigung eingelegt. Für knapp 16 Millionen Euro sollen insgesamt 3350 Quadratmeter Wohnfläche entstehen, hinzu kommen 82 Quadratmeter Gemeinschaftsfläche. Geplante Fertigstellung ist jetzt 2027.

Nach Anwohnerprotesten verändert wurde ein Bauprojekt in der Newtonstraße im Stadtteil Am Stern. „Im Ergebnis des Dialogs mit den Anwohnern“ sei das Vorhaben „auf einen Baukörper mit fünf Geschossen“ reduziert worden, sagt Bert Nicke. Zielgruppe sind nicht mehr Geflüchtete. „Das wird ganz normal in die Vermietung gehen. Geplant sind 83 zumeist Einraum-Wohnungen mit einer Gesamtfläche von knapp 3200 Quadratmetern. Die Gesamtkosten liegen bei zehn Millionen Euro. Geplante Fertigstellung ist 2027.

Weitere drei Häuser mit 63 geförderten Wohnungen sollen ab 2026 an der Döberitzer Straße in Fahrland gebaut werden. Nach den Vorgaben des Bebauungsplans werde hier dreigeschossig und „etwas teurer als Am Stern“ gebaut, sagte Nicke. Insgesamt entstehen knapp 3340 Quadratmeter Wohnfläche. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 15,3 Millionen Euro. 2,65 Millionen Euro kommen als Zuschuss, 9,3 Millionen als Darlehen aus der Wohnungsbauförderung. Geplante Fertigstellung ist 2027.