PNN: Verzögerungen bei mehreren Wohnheimprojekten für Studierende in Potsdam

Die PNN berichten, dass sich mehrere bedeutende Wohnheimprojekte des Studierendenwerks Westbrandenburg verzögern würden.

Am 15. April wurde Richtfest des neuen Studierendenwohnheims Golm 2 gefeiert. Foto: Torsten Bless

Besonders betroffen sei der Neubau auf dem Campus der Universität Potsdam in Golm, der mit 423 neuen Wohnheimplätzen das größte Vorhaben der vergangenen Jahre darstelle. Obwohl dort bereits im April 2024 Richtfest gefeiert worden sei, könne das Wohnheim zum Sommersemester 2026 nun doch nicht wie zuletzt angekündigt bezogen werden.

Wie das Studierendenwerk der PNN mitgeteilt habe, werde ein lange erwarteter Trafo zwar geliefert, müsse aber noch angeschlossen und anschließend abgenommen werden. Erst danach könne die Bauaufsicht das Gebäude freigeben. Der ursprünglich geplante Start zum Sommersemester sei daher nicht zu halten; der Bezug solle nun schrittweise und abhängig vom Baufortschritt erfolgen.

Auch der Bau des neuen Wohnheims in der Potsdamer Mitte verzögere sich. Der ursprünglich für Oktober 2025 geplante Baustart habe sich verzögert, da die entsprechende Baugenehmigung aus dem Rathaus später eingetroffen sei. Nun solle der Rohbau ab Mitte Mai 2026 errichtet werden. Das Wohnheim mit 80 Plätzen könne laut aktueller Planung Anfang 2028 in Betrieb gehen.

Weitere Projekte, darunter ein Neubau der ProPotsdam in der Georg‑Hermann‑Allee mit 161 Apartments und 308 Wohnheimplätzen, kämen ebenfalls später voran als vorgesehen.

Trotz der kurzfristigen Verzögerungen prognostiziere die PNN, dass sich die langfristige Versorgungssituation insgesamt deutlich verbessern könne. Die drei laufenden Projekte brächten zusammen mehr als 800 neue Wohnheimplätze, in etwa so viele, wie zum Wintersemester 2025/26 unversorgte Bewerbungen vorgelegen hätten. Zusätzlich seien im Rahmen des geplanten neuen Campus am Brauhausberg weitere 500 Wohnheimplätze vorgesehen, finanziert durch die Hasso‑Plattner‑Stiftung.

Quelle: PNN