Weiterentwicklung von ProPotsdam-Sozialwohnungen von SVV-Beschluss abhängig

Im vom Sanierungsträger Potsdam betreuten Block IV der Potsdamer Mitte wird an der Ecke Erika-Wolf-/Anna-Flügge-Straße ein Palazzo errichtet. Die Potsdamer Projektentwickler Christian Daniel und Rainer Rothkegel lassen eine Kopie des Palazzo Barbaran da Porto in Vicenza wiedererrichten, berichteten die PNN.
Alle Eckgebäude der Blöcke in der Potsdamer Mitte sollen sich als „Leitbauten“ die historischen Fassaden der Vorgängerbauten zum Vorbild nehmen. Einst stand am Ende der früheren Schwertfegergasse das 1753 von Christian Ludwig Hildebrandt entworfene Wohnhaus, das den italienischen Palazzo zum Vorbild hatte. Der Neubau soll dagegen aus Gewerbeflächen bestehen, mit Ladenflächen im Erdgeschoss, darüber Büros und Praxen.
Daneben entstehen zwei kleinere Neubauten in der Erika-Wolf-Straße Straße 10 und 11. Dort sind über den Ladenzeilen je zwei Obergeschosse mit insgesamt vier Wohnungen, die zu gedämpften Mietpreisen angeboten werden sollen, geplant, sagt Architekt Rainer Rothkegel. Die Mieten sollen laut früheren Festlegungen bei 10,50 Euro pro Quadratmeter liegen. In den Dachgeschossen entstehen weitere Wohnungen. In der Anna-Flügge-Straße entsteht neben dem Palazzo ein dreigeschossiger Neubau mit zehn geförderten Mietwohnungen sowie zwei Dachgeschosswohnungen. Die Fertigstellung sei für Ende 2026 geplant, so Rothkegel laut PNN.
Der nördliche Teil des Block IV bleibt womöglich noch länger eine Brache, mutmaßt das Medium. Die ProPotsdam plant hier neben sozialem Wohnungsbau auch eine Erweiterung der Volkshochschule und der Kinder- und Jugendbibliothek neben dem Bildungsforum. Doch für beide Projekte fehlt die Finanzierung. Laut ProPotsdam-Sprecher Reiko Käske müssten die Stadtverordneten zunächst die Erweiterungen beschließen, zudem sei der Bebauungsplan noch nicht beschlossen. Auf der Grundlage dieses Plans solle im ersten Quartal 2026 ein „wettbewerbliches Planungsverfahren für den Baukörper“ gestartet werden.
Für die Sozialwohnungen an der Friedrich-Ebert-Straße bleibe „die Umsetzung mit Fördermitteln“ das Ziel, so Käske. Doch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung machte bislang wenig Hoffnung, dass dies bald möglich wäre. Die Fördermittel für Sozialwohnungsbau seien bis 2028 ausgeschöpft. Ein großer Teil dieser Förderung soll in den Bau von günstigen Mietwohnungen der ProPotsdam in Krampnitz fließen.








