Die Potsdamer Wohnungsunternehmen haben aktiv an der Erstellung des neuen qualifizierten Mietspiegels mitgewirkt und damit zur Transparenz und Rechtssicherheit auf dem Wohnungsmarkt beigetragen.
Die Landeshauptstadt Potsdam hat den neuen qualifizierten Mietspiegel 2026 vorgestellt. An seiner Erstellung waren neben der Verwaltung auch zahlreiche Akteure der Wohnungswirtschaft beteiligt, darunter die kommunale ProPotsdam sowie die Potsdamer Wohnungsgenossenschaften, die im Arbeitskreis StadtSpuren organisiert sind.
Durch die Beteiligung der Wohnungswirtschaft konnten insgesamt Daten aus 35.882 Wohnungen ausgewertet werden. Damit basiert der Mietspiegel auf einer breiten und belastbaren Grundlage, die die Marktsituation im gesamten Stadtgebiet realistisch abbildet.
Genossenschaften bringen ihre Perspektive ein
Die genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen waren nicht nur Datenlieferanten, sondern auch aktiv im Arbeitskreis vertreten.
Bodo Jablonowski, Vorstand der WG „Karl Marx“ Potsdam eG, hebt hervor: „Die Zusammenarbeit im Arbeitskreis Mietspiegel war auch für die 11. Auflage von Konstruktivität und sachlichem Austausch gekennzeichnet. Die Genossenschaften haben sich mit der Bereitstellung auswertbarer Mietdaten aktiv beteiligt.“
Besonders wichtig war dabei die Weiterentwicklung der Bewertungsgrundlagen. So wurde erstmals die Energieeffizienzklasse als zentrales Kriterium für die Einordnung von Wohnungen eingeführt. Auch eine neue Baualtersklasse ab 2021 wurde ergänzt.
Jablonowski betont zudem: „Die Entwicklung der Werte in den für die Genossenschaften relevanten Mietspiegelfelder ist moderat und belegt trotz der starken Kostenentwicklung […], dass die Genossenschaften weiterhin ein Garant für sicheren und bezahlbaren Wohnraum in Potsdam sind.“
Mietspiegel als Instrument für faire Rahmenbedingungen
Der Mietspiegel dient sowohl Vermietenden als auch Mieterinnen und Mietern als Orientierung für die ortsübliche Vergleichsmiete gemäß § 558 BGB. Damit schafft er eine wichtige Grundlage für die Beurteilung von Mieten und mögliche Anpassungen in bestehenden Mietverhältnissen.
Mit insgesamt 68 Tabellenfeldern bildet der Mietspiegel den Potsdamer Wohnungsmarkt differenziert ab. Die Nettokaltmieten reichen, je nach Baualter, Größe und energetischer Qualität, von rund 5,55 Euro bis 16,73 Euro pro Quadratmeter.
Bezahlbares Wohnen bleibt zentrale Aufgabe
Die beteiligten Wohnungsunternehmen machen deutlich, dass die Entwicklung der Bestandsmieten weiterhin moderat verläuft, trotz deutlich gestiegener Bau-, Finanzierungs- und Instandhaltungskosten.
Jörn-Michael Westphal von der ProPotsdam GmbH betont: „Die durchschnittliche Miete der ProPotsdam liegt mit 7,18 Euro unter der Mietspiegelmiete […] Dies zeigt auf, dass wir weiterhin das bezahlbare Wohnen […] sichern.“
Gleichzeitig wird deutlich, dass insbesondere im Neubau höhere Mieten entstehen. Dies unterstreicht den hohen Bedarf an sozialem Wohnungsbau und langfristig gesicherten, bezahlbaren Wohnungen.
Gemeinsames Ziel: Transparenz und Verlässlichkeit
Mit dem neuen Mietspiegel 2026 wurde ein Instrument geschaffen, das Transparenz, Vergleichbarkeit und Rechtssicherheit stärkt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wohnungswirtschaft und Mieterverbänden zeigt, dass komplexe wohnungspolitische Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können.
Für die Mitgliedsunternehmen des Arbeitskreises StadtSpuren ist der Mietspiegel damit nicht nur ein rechtliches Instrument, sondern auch ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige und sozial ausgewogene Entwicklung des Potsdamer Wohnungsmarktes.
Quelle: LHP









