Neue Ausgabe des BBU-Magazins: Potsdamer Unternehmen und Projekte im Fokus

Das Magazin des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. berichtet über aktuelle Entwicklungen der sozialen Wohnungswirtschaft, Projekte der Mitgliedsunternehmen sowie Themen wie Wärmewende, Stadtentwicklung und bezahlbares Wohnen.

Mehrere Beiträge führen dabei nach Potsdam und stellen Projekte aus dem Arbeitskreis StadtSpuren vor.

pbg erhält Qualitätssiegel für Quartierstreff in der Waldstadt

Besonders ausführlich widmet sich das Magazin dem Quartierstreff der pbg in der Waldstadt. Die Genossenschaft wurde am 14. September 2026 für das Projekt mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut, fit für die Zukunft“ ausgezeichnet. Verliehen wurde die Anerkennung durch den BBU und das Brandenburger Infrastrukturministerium. Für die pbg ist es bereits die zweite Auszeichnung mit diesem Qualitätssiegel.

Der Quartierstreff entstand zwischen 2010 und 2012 und wurde 2013 eröffnet. Aus einem ursprünglich für Genossenschaftsmitglieder vorgesehenen Angebot entwickelte sich ein offener Treffpunkt für die gesamte Nachbarschaft. Heute bietet die Einrichtung Raum für Begegnung, Beratung, ehrenamtliches Engagement, gemeinschaftliche Aktivitäten und private Veranstaltungen.

Potsdamer Genossenschaftstag verbindet mehr als 100 Jahre Baugeschichte

Auch der Potsdamer Genossenschaftstag vom 4. September 2026 wird in der neuen Ausgabe ausführlich vorgestellt. Rund 80 Teilnehmende hätten bei einer Fahrradtour sechs Stationen aus mehr als 100 Jahren genossenschaftlicher Bau- und Stadtgeschichte erkundet. Im Mittelpunkt standen bezahlbarer Wohnraum, soziale Nachbarschaften und die nachhaltige Weiterentwicklung bestehender Quartiere.

Die Route führte von der Siedlung am Schillerplatz der WBG Potsdam-West zu den modernisierten Wohnanlagen der WG „Karl Marx“ Potsdam eG an der Neustädter Havelbucht. Anschließend besichtigten die Teilnehmenden die restaurierte Einsiedelei und die Gartenstadtsiedlung „Am Schragen“ der PWG 1956 eG.

Eine weitere Station war der Gemeinschaftsraum Hesse-Treff der WBG 1903 Potsdam eG in der Nauener Vorstadt. Den Abschluss bildete der Alte Markt 6, an dessen Entwicklung die WG „Karl Marx“ Potsdam eG beteiligt ist. Aufgrund des Wetters endete die Tour im Potsdam Museum mit einem Austausch über die Zukunft des genossenschaftlichen Wohnens.

ProPotsdam berichtet über Erfahrungen mit Tiefengeothermie

Die ProPotsdam kommt in einem Fachbeitrag zur Zukunft der Tiefengeothermie zu Wort. Darin werden Erfahrungen aus Potsdam vorgestellt, wo die Energie und Wasser Potsdam GmbH bereits seit 2017 an der geothermischen Erschließung arbeitet. Die Tiefengeothermie sei inzwischen in das Potsdamer Fernwärmesystem integriert worden.

Nach Darstellung des Magazins habe die öffentliche Förderung wesentlich dazu beigetragen, die Auswirkungen der Investitionen auf den Fernwärmepreis zu begrenzen. Zugleich zeige das Potsdamer Beispiel, dass Wohnungsunternehmen bei solchen Projekten in der Regel nicht selbst als Energieversorger oder Betreiber geothermischer Anlagen auftreten.

Entscheidend sei vielmehr eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Wohnungsunternehmen, Energieversorgern, Kommunen und Finanzierungspartnern. Für die Wohnungswirtschaft komme es insbesondere darauf an, dass klimafreundliche Wärme zuverlässig, langfristig planbar und zu sozial tragfähigen Preisen in den Wohnquartieren ankomme.

Potsdamer Wohnungswirtschaft sichtbar vertreten

Mit den Berichten über den Quartierstreff der pbg, den Potsdamer Genossenschaftstag und die Geothermie-Erfahrungen der ProPotsdam bildet die neue Ausgabe unterschiedliche Facetten der Arbeit der StadtSpuren-Mitglieder ab. Sie reichen vom sozialen Engagement im Quartier über die Bewahrung und Weiterentwicklung genossenschaftlicher Baukultur bis zur klimafreundlichen Transformation der Wärmeversorgung.

Die Beiträge zeigen zugleich, dass die Potsdamer Wohnungsunternehmen nicht nur Wohnungen bewirtschaften. Sie schaffen Begegnungsorte, erhalten historische Bestände, entwickeln neue Wohnangebote und beteiligen sich aktiv an der sozialen und nachhaltigen Entwicklung der Stadt.

Quelle: BBU-Magazin Nr. 6-2026