Modernes Lernen und Spielen im neuen Norden

27. Forum Krampnitz berichtet über umfangreiche Schul- und Kitapläne

So soll die neue Gesamtschule in Krampnitz aussehen. Visualisierung: Kersten Kopp Architekten

Vom 27. Forum Krampnitz, ausgerichtet am 27. Januar vom Entwicklungsträger Potsdam, berichteten ausführlich die MAZ und die PNN. Vertreter:innen der Stadtverwaltung und des Entwicklungsträgers sowie weitere beteiligte Akteure berichteten über die Schaffung neuer Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche in Potsdams neuem Norden.

Im Gebäude des fertiggestellten Schul- und Kitacampus lernen derzeit die Schüler:innen des neu gegründeten „Nord Gymnasium“ und Groß Glienicker Grundschüler, deren eigene Schule seit einigen Monaten gesperrt ist. Zum nächsten Schuljahr 2026/27 soll aber auch die eigentlich hier geplante Krampnitzer Grundschule ihren Betrieb aufnehmen. Noch sei nicht abzuschätzen, ob für die ersten beiden Jahrgangsstufen genug Anmeldungen zusammenkommen. „Die Anmeldung läuft noch bis Mai“, sagte der städtische Schulplaner Robert Werner laut MAZ auf Nachfrage von Eltern.

Im letzten September hat das Nord Gymnasium erfolgreich seine Arbeit mit bislang 111 Schüler:innen aufgenommen. Die Eltern seien laut MAZ mit dem Unterricht und dem modernen Gebäude so zufrieden, dass sie den Wegzug an den nächsten Interimsstandort am Campus Jungfernsee und langfristig an den endgültigen Standort an der Birnenplantage in Neu Fahrland ablehnen würden. Doch der für die Entwicklung von Krampnitz verantwortliche Baubeigeordnete Bernd Rubelt habe das ablehnen müssen. „Hier funktioniert das nicht. Es war auch nicht so vorgesehen. Es ist aber toll, dass Sie hierher wollen, denn das spricht für die Qualität der Schulen.“

Der städtische Schulplaner Robert Werner betonte, dass der jetzige Gymnasialstandort in der Krampnitzer Grundschule kein dauerhaftes Nebeneinander von Grundschule und Nord Gymnasium zulasse, da beide Schulen noch lange wachsen werden. „Das Schuljahr 2029/2030 ist der Endpunkt, wo beides zusammen funktioniert.“

Platz in Gesamtschue für rund 900 Schüler:innen

Für die Gesamtschule „Schule am Schloss“, die seit Jahren in einer Containeranlage an der Biosphäre unterrichtet, gibt es dagegen gute Nachrichten: Die Baugenehmigung für das eigentliches Schulgebäude liege mittlerweile vor, erklärte das Architekturbüro Kersten Kopp aus Berlin. Bis Mitte 2026 soll der Bau beginnen und Platz für rund 900 Schüler:innen und 90 Lehrer:innen geben. Ein Teil könnte Ende 2028 öffnen, das gesamte Gebäude ab dem Schuljahr 2029/30 nutzbar sein.

Bis zu vier Geschosse hat die rund 65 Millionen Euro teure Schule aus Holz, Stahl, Beton und Glas. Sie wird vom Entwicklungsträger Potsdam errichtet. Für Vereine und die Öffentlichkeit sind ein Kunst- und ein Naturrasenplatz geplant. Im Schulbau selbst entsteht den Planungen zufolge eine große Vierfach-Turnhalle mit Tribüne und eine Jugendfreizeiteinrichtung.

Für Kleinkinder sind Betreuungsmöglichkeiten vorgesehen. Langfristig sollen mindestens zwei Kitas mit 261 Plätzen entstehen, die erste in kommunaler Trägerschaft direkt an der Grundschule. Da anfangs nur wenige Kleinkinder im Viertel leben, soll zunächst eine Tagespflege für bis zu zehn Kinder eröffnen.