Mehr Flüchtlinge aus der Ukraine in Potsdam

PNN: Zahl der Unterkünfte bleibt aber gleich

So sollen die zwei Gebäude am Patrizierweg aussehen. Visualisierung: B&O Bau und Gebäudetechnik GmbH & Co. KG / Holzer Kobler Architekten Berlin GmbH

Wegen der ständigen russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur und den damit einhergehenden Ausfällen der Wärme- und Stromversorgung rechnet die Potsdamer Sozialdezernentin Brigitte Meier (SPD) den PNN zufolge mit weiter steigenden Flüchtlingszahlen.

Der Unterbringungsbedarf sei aber nicht erhöht. Unter dem Strich bleibe es bei 21 Einrichtungen. Einige bekommen keine Betriebsverlängerung, die entfallende Plätze müssen durch Erweiterung anderer Standorte ausgeglichen werden müssen.

Von den 412 im letzten Jahr insgesamt von der Zentralen Ausländerbehörde übernommenen Menschen mehrerer Nationalitäten kamen allein im letzten Quartal 193, fast alle aus der Ukraine.

Am Babelsberger Patrizierweg wird nach Behebung eines Wasserschadens beim Bau mit der Eröffnung einer neuen Wohnanlage für 2027 mit bis zu 200 Plätzen geplant. Die ProPotsdam als Bauherr hält einen Abschluss der Sanierung schon in diesem Jahr für möglich.

In Krampnitz schreibt der Entwicklungsträger Potsdam den PNN zufolge ein Grundstück zum Wohnungsbau aus, auf dem unter anderem ein Gebäude mit 150 Plätzen für Geflüchtete entstehen könnte. Falls sich ein Bauinteressent findet, der das Haus an die Stadt vermietet, könnte es ab 2028 genutzt werden.

In Marquardt werden zwei Wohnmodule aufgestellt, die eigentlich im Nedlitzer Holz stehen sollten. Aber dort gab es eine Umweltklage. Ab 2027 könnten 124 Plätze verfügbar sein. Neben dem Präsidium der Wasserschutzpolizei in der Pirschheide endet die Nutzung der Container. An ihrer Stelle werden drei neue mit 62 Plätzen aufgebaut, die ebenfalls für das Nedlitzer Holz gedacht waren. Die Module wurden einem früheren Bericht zufolge von der Stadt über die ProPotsdam beschafft.

Im Rahmen des Sonderbauprogramms entstehen zwei weitere Unterkünfte. Für den Kossätenweg rechnet die Stadt mit der Nutzung von 180 Plätzen ab 2028, für den nahen Eichenweg mit 300 Plätzen.