Bauprojekte der ProPotsdam beginnen, aber keine Wohnungsfertigstellung

Die ProPotsdam wird in diesem Jahr keine einzige neue Wohnung fertigstellen. Das berichten die PNN. Schon vor einem Jahr hatte das Unternehmen davor gewarnt, dass die Landesfördermittel für den sozialen Wohnungsbau nicht ausreichen. Gleichzeitig lagen mehrere Bauprojekte zu Zeiten der Koalitionsverhandlungen von SPD und BSW auf Eis. Bauvorhaben, die damals verschoben oder verspätet gestartet wurden, können nun nicht wie geplant fertiggestellt werden.
Im Februar 2025 war die ProPotsdam den PNN zufolge noch davon ausgegangen, dass sie im zweiten Quartal 2025 immerhin mit dem Bau von 228 Wohnungen, darunter 101 Seniorenwohnungen, in der Slatan-Dudow-Straße in Drewitz beginnen kann. Doch erst in diesem Jahr soll der Grundstein gelegt werden, heißt es auf Anfrage des Mediums.
Verzögerungen gibt es auch bei weiteren Projekten: In der Georg-Hermann-Allee will die ProPotsdam für das Studierendenwerk West:Brandenburg 161 Studierendenapartments mit 308 Wohnheimplätzen bauen.
In der Döberitzer Straße in Fahrland ist der Beginn von Baumaßnahmen von insgesamt 63 neuen Wohnungen in vier dreigeschossigen Gebäuden vorgesehen. „Die hierfür gewährte Förderung für den sozialen Wohnungsbau ermöglicht es, dass die Wohnungen nach Fertigstellung größtenteils für Inhaberinnen und Inhaber des WBS+60 zu Verfügung stehen werden“, schreibt die ProPotsdam.
In der Newtonstraße im Stadtteil Am Stern soll ein fünfgeschossiges Wohnhaus mit 83 kompakten und barrierefreien Wohnungen entstehen. Die Kosten werden durch vorgefertigte Bauelemente gesenkt.
Noch unklar ist den PNN zufolge ein Baustart in Golm. Im Kossätenweg sollen 63 Wohnungen in fünf Gebäuden in Holzmodulbauweise errichtet werden. Doch die Baugenehmigung wird durch einen Rechtsstreit verzögert. Für sieben dreigeschossige Gebäude im Eichenweg liegt die Baugenehmigung den Angaben zufolge inzwischen vor.
„Für die ProPotsdam wird das Jahr 2026 das dringend benötigte Jahr der Grundsteinlegungen“, heißt es in einer Stellungnahme. Im zurückliegenden Jahr sei die Realisierbarkeit neuer Wohnungsbauvorhaben aufgrund verzögerter Sicherheiten bei der Wohnungsbauförderung, der hohen Baukosten und eines anhaltend hohen Zinsniveaus mit großen Fragezeichen verbunden gewesen. Nun könne man über 130 Millionen Euro in die Schaffung von mehr als 600 neuen Wohnungen investieren.
Bessere Nachrichten gab es dagegen bei den Sanierungen im Bestand. In der Waldstadt wurden 295 Wohnungen modernisiert, wofür 24 Millionen Euro investiert wurden. 2026 werde weiter an den im Vorjahr begonnenen Sanierungen im Otterkiez, in der Saarmunder Straße sowie in der Hauptstraße in Marquardt mit 233 Wohnungen gearbeitet. „Ebenso wird die Sanierung des Plattenbaugebäudes in der Zeppelinstraße erfolgen.“ Der Schwerpunkt neuer Sanierungsvorhaben liege am Schlaatz.








