„Genossenschaften und ProPotsdam sind Mietdämpfer“

Holger Catenhusen vom Mieterverein Potsdam über den lokalen Wohnungsmarkt

Holger Catenhusen, Vorsitzender des Mietervereins Potsdam. Foto: Mieterverein Potsdam

Ein Interview mit Holger Catenhusen, Vorsitzender des Mietervereins Potsdam, haben die PNN am 28. Januar in Print und online veröffentlicht. Es wurde im Rahmen des Schwerpunkts „Wohnkrise in Potsdam“ geführt. Menschen, die eine Wohnung suchen, seien häufig am Verzweifeln, sagte Catenhusen. Der Wohnungsmarkt in Potsdam sei leergefegt. Manche lebten in sehr teuren Wohnungen. „Wer hingegen schon jahrzehntelang in derselben Wohnung lebt, der wohnt insbesondere bei den Genossenschaften und der ProPotsdam häufig eher günstig.“ Da die meisten Genossenschaften keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen würden und die ProPotsdam Besichtigungen verlose, empfehle Catenhusen die Wohnungssuche über das private Netzwerk.

Aus Sicht des Mietervereins sei es wichtig, dass der soziale Wohnungsbau am Laufen gehalten werde, auch mit Fördermitteln. „Die Genossenschaften und die kommunale Pro Potsdam sind die Mietpreisdämpfer in dieser Stadt. Sie sollten gestärkt werden. Mehr kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsbau wäre wichtig für Potsdam.“ Zudem sollte es mehr gute Angebote etwa für alleinstehenden Mieter von großen Wohnungen zur räumlichen Verkleinerung geben, so Catenhusen.

Die Fördermittelpolitik nennt der Vorsitzende als zentralen Punkt. „Bei der Vergabe von Bauland sollte die Frage sein: Wer kommt zum Zuge? Bitte derjenige mit der besten Idee! Das Vergabekonzept am Alten Markt ist ein gutes Vorbild. Dort ist ein Mix aus teuren und weniger teuren Wohnungen entstanden.“