Gemeinschaftsgarten in der Forststraße

Im Wohnheim der Studierendenwerk West:Brandenburg in der Forststraße entsteht seit Frühjahr 2026 ein Gemeinschaftsgarten.

Das Hochbeet füllt sich mit Kräutern, Gemüse und ersten grünen Ideen. © Laetitia Weihele

Das Projekt verbindet Nachhaltigkeit, Biodiversität und nachbarschaftliches Miteinander.

Entwickelt wurde das Projekt gemeinsam mit der Forschungsgruppe HEBEDI der Universität Heidelberg, die untersucht, wie artenreiche Gemeinschaftsgärten Biodiversität und Gesundheit fördern können. Unterstützt wurden die Arbeiten von Bewohnerinnen und Bewohnern des Wohnheims sowie dem Hausmeister vor Ort.

Der Garten orientiert sich an den Grundsätzen der Permakultur. Ziel ist es, natürliche Kreisläufe zu nutzen und Ressourcen möglichst effizient einzusetzen.

Ein sichtbares Beispiel dafür ist die sogenannte Benjeshecke, die aus Totholz und Grünschnitt aufgebaut wurde und Lebensraum für Insekten und Vögel schafft. Darüber hinaus kommt bewusst samenfestes Saatgut zum Einsatz. Ergänzt wird das Konzept durch Kompostflächen, die Nährstoffe im Kreislauf halten und die Bodenqualität langfristig verbessern.

Mehr als ein Gemeinschaftsgarten

Der neue Garten soll nicht nur Obst, Gemüse und Kräuter hervorbringen. Er bietet zugleich einen Gegenpol zum oft digitalen und hektischen Studienalltag.

Wer sich am Garten beteiligt, erlebt unmittelbar, wie aus Saatgut Pflanzen wachsen und entwickelt ein neues Bewusstsein für Natur und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig entsteht ein Ort, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen können.

Der Gemeinschaftsgarten versteht sich dabei als eine Art offenes Wohnzimmer unter freiem Himmel. Er steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern offen – unabhängig davon, ob sie aktiv gärtnern oder den Ort einfach zum Lernen, Lesen oder Verweilen nutzen möchten.

Gemeinsames Projekt vieler Partner

Finanziell unterstützt wird das Vorhaben von der Anstiftung, der ProPotsdam sowie dem AStA der Fachhochschule Potsdam. Die organisatorische Begleitung übernimmt der Verein Facetten der Kulturarbeit e.V..

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Wohnheime über das reine Wohnen hinaus Orte der Begegnung und Gemeinschaft werden können. Gleichzeitig leistet der Garten einen Beitrag zu mehr Biodiversität und nachhaltiger Stadtentwicklung.

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Der Gemeinschaftsgarten befindet sich noch im Aufbau und soll sich gemeinsam mit seinen Nutzerinnen und Nutzern weiterentwickeln. Bewohnerinnen und Bewohner der Forststraße sind eingeladen, sich mit Ideen, Kreativität oder tatkräftiger Unterstützung einzubringen.

So entsteht Schritt für Schritt ein Ort, an dem Natur, Nachbarschaft und studentisches Leben zusammenwachsen.