Ein Schritt zu mehr Digitalisierung

WG „Karl Marx“ hat cloudbasiertes ERP-System implementiert

Grafik: Pixabay/kreatikar

Mit dem Jahreswechsel hat die WG „Karl Marx“ einen weiteren bedeutsamen Digitalisierungsschritt gemacht. Die Genossenschaft etabliert ein neues ERP-System.

„Wowiport“ ist, anders als die bisherige Lösung, eine cloudbasierte Plattform. Das bedeutet, die meisten Arbeitsprozesse laufen zentral in einem datengeschützten deutschen Rechenzentrum ab. Aufgaben wie die Bestandsverwaltung, die Mietenbuchhaltung, der Zahlungsverkehr, die Dokumentenarchivierung oder das Auftragsmanagement werden von den Mitarbeitern der Karl Marx über verschlüsselte Verbindungen bearbeitet.

„Dadurch lassen sich viele Arbeitsabläufe automatisieren und Prozesse enger verknüpfen. So werden etwa Reparaturaufträge automatisch den zuständigen Bearbeitern zugeordnet. Im Beratungsgespräch stehen alle notwendigen Daten auf einen Blick zur Verfügung“, erklärt Projektleiter und IT-Fachmann Ronny Rehbein. Er steuert das Umstellungsprojekt innerhalb der Karl Marx.

„Wir sehen in dem Schritt eine ganze Reihe von Vorteilen“, kommentiert Vorstandsmitglied Bodo Jablonowski die 2024 getroffene Umstellungsentscheidung. Sie ermögliche eine effizientere Arbeitsorganisation, einen flexibleren Mitarbeitereinsatz, verringerten Papieraufwand, schnellere Auftragsbearbeitungen sowie einen erweiterten Kundendienst.

In den letzten Monaten erfolgte zunächst eine Übertragung der Daten aus dem alten in das neue System. Mit Unterstützung des Wowiport-Anbieters wurden Mitarbeiter in ihre neue Arbeitsumgebung eingearbeitet. Die Umstellung zum 1. Januar 2026 ist nun der Schritt in die Praxis. Dann kommt es darauf an, die notwendigen praktischen Erfahrungen zu sammeln und die Vorteile des neuen ERP-Systems im Arbeitsalltag zu nutzen.

Ganz abgeschaltet wird das alte System aber noch nicht, wie Ronny Rehbein sagt. Es wird noch für die Abrechnung der aktuellen Betriebskosten für das Geschäftsjahr 2025 benötigt. Erst im Folgejahr wird Wowiport dann auch für diesen Zweck eingesetzt. Vorstandsmitglied Bodo Jablonowski erwartet, dass die Mitglieder zunächst wenig von den Veränderungen bemerken. Das ändere sich, wenn in einigen Monaten auch das neue Kundenportal freigeschaltet wird. Dort können die Nutzer dann online u. a. Verträge einsehen, Änderungen mitteilen und Reparaturaufträge melden.

Quelle: KM Magazin