Die PNN berichteten über die langjährige Mitgliedergeschichte von Gisela Otto und Klaus Kunde, die seit 1974 im Hochhaus der PWG 1956 eG in der Straße Am Kanal leben.

Beide seien zu den Erstbeziehenden dieses damals neu errichteten Plattenbaus gehört und hätten bis heute ihre Wohnungen in hoher Etage behalten, mit einem weitreichenden Blick über die Stadt, der Besucherinnen und Besucher regelmäßig ins Staunen versetze.
Gisela Otto wohne seit 52 Jahren im 13. Stock und schwärme laut Bericht besonders vom Ausblick auf den Ruinenberg, den Park Babelsberg, die Havel und die Potsdamer Innenstadt. Viele Entwicklungen Potsdams habe sie von oben miterlebt. Vom Bau neuer Gebäude bis hin zur Installation des Hubschrauberlandeplatzes auf dem Bergmann-Klinikum.
Auch Klaus Kunde, der im achten Stock wohne, sei seit den 1970er-Jahren Mieter und erinnere sich an eine lebendige Hausgemeinschaft. Das Gebäude sei zu DDR-Zeiten ein „Vorzeigeobjekt“ gewesen: modern, zentral gelegen, mit direkter Tram-Anbindung und einem starken sozialen Zusammenhalt.

Der PNN-Bericht erinnerte zudem an die Geschichte der Genossenschaft: Die AWG „Fortschritt“, gegründet 1956, habe 1990 rund 3397 Plattenbauwohnungen besessen. Heute verfüge die PWG 1956 eG über 4412 Wohnungen, darunter sanierte Altbauten, Jugendstilobjekte und moderne Neubauten. Im März feiere die Genossenschaft ihr 70‑jähriges Bestehen. Zum Jubiläum der PWG 1956 feiert die Genossenschaft am 6. Juni auf dem Alten Markt.
Auch ehemalige Vorstände würden erwähnt: So habe sich der langjährige Vorstand Matthias Pludra zu Jahresbeginn in den Ruhestand verabschiedet.
Die PNN berichteten weiter, dass die damaligen Erstbeziehenden ihre Wohnungen über ein Losverfahren erhalten hätten. Die Mitglieder hätten zudem sogenannte „Aufbaustunden“ leisten müssen, etwa durch das Ausheben eines Kabelschachts in der Waldstadt. Die damalige Miete von rund 100 Mark für eine Dreiraumwohnung sei aus heutiger Sicht sehr niedrig gewesen; auch die heutigen Mieten im Hochhaus lägen mit 650 Euro weiterhin im vergleichsweise moderaten Bereich.
Für Klaus Kunde, inzwischen 87 Jahre alt, sei die PWG weiterhin ein wichtiger Lebensbezugspunkt geblieben: Bis heute prüfe er regelmäßig die Quartalsberichte seiner Genossenschaft. In Potsdam habe der leidenschaftliche Radfahrer seine neue Heimat gefunden und laut PNN sehe er „nichts Schöneres“.
Quelle: PNN








