Seit diesen Monat ehrenamtliche Hilfe in den Räumen der wbg 1903

Ab diesen Monat bieten Regina Fuchs und Sabine Dehnel ehrenamtliche Beratung im Co-Working-Space der wbg 1903 in der Behlertstraße an. Ihr Angebot richtet sich an alle Mitglieder: persönlich, vertraulich und kostenlos.
Regina Fuchs ist überzeugt: Sie und ihre Nachbarin Sabine Dehnel haben ein unglaublich schönes Wohnumfeld und fühlen sich eng mit den Menschen dort verbunden. Seit 18 Jahren leben die beiden Tür an Tür. Aus Nachbarschaft wurde Freundschaft und inzwischen auch gemeinsames Engagement.
Die Idee dazu entstand aus dem gelebten Alltag: Warum sich woanders engagieren, wenn Nachbar:innen im direkten Umfeld dieselben Themen bewegen? Für beide war schnell klar: Sie möchten etwas zurückgeben, und das am liebsten innerhalb ihrer Genossenschaft.
Hilfe bei Behördenpost: die Bürokratielotsin
Regina Fuchs bringt ihre langjährige Erfahrung als Hotelmanagerin/Bankerin ein und engagiert sich bereits ehrenamtlich als „Bürokratielotsin“. Sie kennt die Stolperfallen im Umgang mit Ämtern, Formularen und Anträgen und weiß, wie man damit umgeht. „Viele Menschen bekommen Briefe, die sie gar nicht mehr öffnen, weil sie die Sprache nicht verstehen oder nicht wissen, wie sie reagieren sollen“, erzählt sie.
Ihr Angebot reicht von der Erklärung von Schreiben, der Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen, der telefonischen Klärung von Vorgängen bis hin zu der persönlichen Begleitung bei Terminen (im Ausnahmefall), z. B. bei Wohngeldanträgen, Abstimmungen mit Krankenkassen, Korrespondenz mit Banken/Versicherern. Auch ist es möglich, eine unverbindliche Ersteinschätzung abzugeben, ob sich das Stellen eines Antrags lohnt.
„Ich bin mittlerweile so versiert, dass ich das grob durchrechnen kann, und wir entscheiden gemeinsam, ob es sinnvoll ist“, sagt sie. Und betont: „Diskretion, Vertrauen und ein ruhiger Rahmen sind dabei das Wichtigste.“
Soziale Beratung und Vernetzung
Sabine Dehnel, Sozialpädagogin mit 20 Jahren Erfahrung, möchte mit ihrem Engagement Orientierung bieten. Ihr Schwerpunkt liegt auf der sozialen Beratung, insbesondere beim Zugang zu Hilfsangeboten.
„Ich werde keine Familien- oder Erziehungsberatung machen, sondern sortieren, vernetzen und vermitteln“, erklärt sie. Ihr Ziel: Menschen im Wohnumfeld Zugang zu den richtigen Stellen und AnsprechpartnerInnen ermöglichen – schnell, unbürokratisch und auf Augenhöhe. „Es fängt bei kleineren Unsicherheiten an – und kann bis zu echten Krisen führen. Dann ist es gut, wenn jemand da ist, der zuhört und weiterhilft.“
Beratung von Nachbarinnen für Nachbar:innen
Beide Frauen betonen: Dieses Engagement ist ein Anfang. „Wir sind einfach so zufrieden in unserer Nachbarschaft und wollen das gerne weitertragen und etwas zurückgeben – und wir machen jetzt mal ein Angebot“, sagt Regina Fuchs. Die Hoffnung: dass sich noch mehr Menschen in der wbg 1903 inspiriert fühlen, eigene Ideen einzubringen.
Eine Art Ehrenamtsbörse soll entstehen – mit Angeboten, die direkt aus der Gemeinschaft kommen. Denn: „Es ist immer ein Geben und Nehmen. Und es gibt so viele Mitglieder mit Fähigkeiten, die nur zusammengeführt werden müssen. Klar kostet das Zeit, aber es ist auch sehr sinnstiftend. Ich würde gerne in einem Umfeld leben, wo sich so ein Miteinandergedanke weiterträgt. Habt ein Auge aufeinander. Helft einander. Darum geht es doch in einer guten Nachbarschaft.“
Erste Sprechstunden ab September
Die Beratung findet im Co-Working-Space der wbg 1903 in der Behlertstraße 13 statt – in ruhiger, neutraler Umgebung. Dort ist Diskretion möglich, aber auch Offenheit für ein gutes Gesprächsklima.
Die ersten Termine beginnen in diesem Monat. Eine Anmeldung ist über die für die Mitgliederbetreuung zuständige Mitarbeiterin der wbg 1903, Frau Stieler möglich. In dringenden Fällen können Hilfesuchende auch außerhalb der festen Zeiten Kontakt aufnehmen.
Quelle: 1903








