Baustart der Gesamtschule in Krampnitz ab Herbst 2026 vorgesehen

Wie die MAZ berichtet habe, plane der Entwicklungsträger Potsdam den Baustart für die neue Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe im Potsdamer Stadtteil Krampnitz für das dritte Quartal 2026.

Kersten Kopp Architekten & capattistaubach urbane landschaften

Laut einer aktuellen Pressemitteilung habe der Entwicklungsträger inzwischen die Vergabeverfahren für die Bauleistungen gestartet.

Demnach könnten sich interessierte Unternehmen über den Vergabemarktplatz Brandenburg an den Ausschreibungen beteiligen. Die Schule solle in Holz‑Hybridbauweise errichtet werden und Platz für rund 900 Schülerinnen und Schüler bieten. Bereits im Sommer 2026 solle das Baufeld vorbereitet sein. Erste Teile des Schulstandorts seien bis 2028, der vollständige Abschluss der Bauarbeiten bis 2029 vorgesehen. Das Investitionsvolumen liege nach Angaben des Entwicklungsträgers bei rund 70 Millionen Euro.

Nach Angaben der MAZ sei der neue Schulcampus ein zentrales Infrastrukturprojekt für das entstehende Stadtquartier Krampnitz. Geplant sei, dass die neue Schule künftig von der „Schule am Schloss in Potsdam“ genutzt werde. Das pädagogische Konzept sehe sogenannte Lerncluster vor, die mehrere Klassenräume und Gemeinschaftsbereiche zusammenfassten. Dadurch sollten flexibel nutzbare Lernlandschaften entstehen, die sowohl für Frontalunterricht als auch für Gruppen‑ und Projektarbeit geeignet seien.

Wie der Geschäftsführer der Entwicklungsträger Potsdam GmbH, Bert Nicke, laut Pressemitteilung erklärt habe, sei der Schulstandort ein wichtiger Baustein, um Bildung von der Krippe bis zum Abitur direkt im Stadtquartier zu ermöglichen. Ergänzend zur Schule entstünden mit den geplanten Sportanlagen und einem Jugendclub zusätzliche Angebote, die die Attraktivität des neuen Stadtteils weiter stärken könnten.

Zum Schulstandort gehörten umfangreiche Sportflächen, darunter eine Vier‑Feld‑Sporthalle, ein Naturrasenplatz mit Leichtathletikanlage, ein Kunstrasenplatz, ein Beachvolleyballfeld sowie ein öffentlich zugängliches Kleinspielfeld. Diese Anlagen sollten künftig nicht nur dem Schulbetrieb, sondern auch dem Vereins‑ und teilweise dem öffentlichen Sport zur Verfügung stehen. Darüber hinaus seien im Rahmen des Bauvorhabens Räume für eine Jugendfreizeiteinrichtung vorgesehen.

Die MAZ ordne das Projekt als wichtigen Schritt für die Bildungs‑ und Sportinfrastruktur im neuen Potsdamer Stadtteil ein. Mit dem Beginn der Ausschreibungen habe der Entwicklungsträger nun eine zentrale Voraussetzung geschaffen, um das Vorhaben fristgerecht umzusetzen.

Quellen: ETP, MAZ