Die WG „Karl Marx“ informiert, dass die Sanierung von Wasser‑, Abwasser‑ und Lüftungssträngen in den kommenden Jahren einen ihrer zentralen Investitionsschwerpunkte darstellen wird.

der WG „Karl Marx“. Foto: KM Magazin/Tina Merkau
Wie alle technischen Bauteile unterlägen auch diese Leitungen einem natürlichen Verschleiß. „Nach der Sanierung ist vor der Sanierung“, sagt Jan Rösch, Leiter der Bautechnik der Genossenschaft.
Viele der Leitungen erreichten mittlerweile eine Betriebslaufzeit von rund 30 Jahren. Ein Richtwert, bei dem die Wahrscheinlichkeit für Reparaturen und Erneuerungen deutlich ansteige. Besonders eine in den 1990er‑Jahren häufig verbaute Trinkwasserrohrart erfülle die damaligen Erwartungen an eine sehr lange Lebensdauer nicht. In einigen Häusern, unter anderem in den 2023 erneuerten Aufgängen Laplacering 34 und 36 im Wohngebiet Am Stern, seien die Schwachstellen bereits klar sichtbar gewesen.
Rund 20 weitere Gebäude im Bestand der WG „Karl Marx“ seien von dieser Rohrart betroffen und stehen daher im Fokus der kommenden Jahre.
Strangsanierungen als langfristiger Investitionsschwerpunkt
Bereits vor drei Jahren habe der Vorstand die Erneuerung dieser Leitungsstränge zu einem prioritären Investitionsthema erklärt. Die Arbeiten erforderten nicht nur erhebliche finanzielle Mittel, sondern auch umfassende organisatorische Vorbereitung, lange bevor die Bauphase vor Ort beginne.
Um die steigende Komplexität zu bewältigen, verstärke seit dem vergangenen Jahr die Diplom-Ingenieurin (FH) Ina Koslowska das Team der Bautechnik. Aufgrund ihrer früheren Tätigkeit in einem Planungsbüro bringe sie sowohl bautechnische Erfahrung als auch detaillierte Kenntnisse der Gebäudestrukturen der Genossenschaft mit.
Koslowska wisse zudem um die vielen Fragen, die Mitglieder vor und während einer Strangsanierung beschäftigten. Denn während der Erneuerung von Wasserleitungen, Abwasserrohren und Lüftungstechnik seien Einschränkungen in Bädern und Küchen unvermeidlich. Bei fünfgeschossigen Häusern dauerten die Arbeiten in der Regel drei bis vier Wochen, bei Hochhäusern manchmal länger.
Planung über viele Jahre hinweg
Unterstützt wird Koslowska von ihrem Bautechnik‑Kollegen Christian Fischer. Auf Basis von Bauunterlagen, Baualter, Schadensanalysen und Vor-Ort-Untersuchungen habe das Team eine Sanierungsreihenfolge für die nächsten Jahre festgelegt.
Für das Jahr 2026 stünden die Aufgänge Laplacering 26–32 auf dem Programm.
Mit dieser langfristigen und sorgfältig vorbereiteten Strategie setzt die WG „Karl Marx“ einen klaren Schwerpunkt auf nachhaltige Gebäudepflege, zum Erhalt eines sicheren, modernen und zukunftsfähigen Wohnungsbestands.
Quelle: KM Magazin








