Aufsicht mit Verantwortung: Wie der Aufsichtsrat der WG „Karl Marx“ arbeitet

Der Aufsichtsrat gehört neben dem Vorstand und der Vertreterversammlung zu den zentralen Organen der WG „Karl Marx“.

Aufsichtsrat der WG Karl Marx I Foto: Tina Merkau

Seine Aufgabe ist es, die Arbeit des Vorstands zu begleiten, zu überwachen und die strategische Entwicklung der Genossenschaft aktiv mitzugestalten. Auf diese Weise trägt er dazu bei, dass die Interessen der Mitglieder bei wichtigen Entscheidungen berücksichtigt werden.

Beraten, fördern und überwachen

Die Arbeit des Aufsichtsrats basiert auf drei zentralen Aufgaben: beraten, fördern und überwachen. Dazu finden regelmäßig gemeinsame Sitzungen mit dem Vorstand statt. Obwohl die Satzung mindestens vier Treffen pro Jahr vorsieht, tagte der Aufsichtsrat der WG „Karl Marx“ zuletzt deutlich häufiger. In den Sitzungen werden aktuelle Entwicklungen, Investitionsvorhaben und strategische Fragen diskutiert sowie wichtige Entscheidungen vorbereitet. Wichtiger Partner des Vorstands

Viele grundlegende Entscheidungen werden bei der WG „Karl Marx“ gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat vorbereitet. Dazu gehören beispielsweise Neubauvorhaben, Modernisierungsprogramme oder Grundsätze zur Wohnungsvergabe. Solche Beschlüsse erfordern die Zustimmung beider Organe und verdeutlichen die enge Zusammenarbeit innerhalb der genossenschaftlichen Strukturen.

Zur Vorbereitung prüfen die Mitglieder des Aufsichtsrates unter anderem Quartalsberichte und weitere Unterlagen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Genossenschaft. Ergänzend arbeiten mehrere Mitglieder in Fachausschüssen mit, um einzelne Themenbereiche besonders intensiv zu begleiten. Derzeit bestehen Ausschüsse für die Bereiche Bauen, Finanzen und Recht.

Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat für die Bestellung neuer Vorstandsmitglieder verantwortlich und vertritt die Genossenschaft gegenüber dem Vorstand.

Demokratische Legitimation durch die Vertreterversammlung

Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Vertreterversammlung gewählt. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Alle zwei Jahre wird ein Drittel des Gremiums neu gewählt beziehungsweise bestätigt. Auf diese Weise bleibt die Arbeit des Aufsichtsrats dauerhaft eng mit der demokratischen Willensbildung der Genossenschaft verbunden.

Gleichzeitig berichtet der Aufsichtsrat regelmäßig über seine Arbeit. Insbesondere im Rahmen der Vertreterversammlung informiert das Gremium über seine Aktivitäten, Prüfungen und Empfehlungen.

Engagement für die Zukunft der Genossenschaft

Aktuell gehören neun Mitglieder dem Aufsichtsrat der WG „Karl Marx“ an. Vorsitzender ist Ferdinand Rohmann, der nach seiner Wiederwahl im Juni 2026 erneut mit dieser Aufgabe betraut wurde. Unterstützt wird er von den stellvertretenden Vorsitzenden Ron Gösel und Reimar Kobi. Gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern bringen sie unterschiedliche berufliche Erfahrungen und Perspektiven in die Arbeit des Gremiums ein.

Nach Aussagen von Ferdinand Rohmann habe die strategische Begleitung der Genossenschaft in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Die zahlreichen Neubau-, Modernisierungs- und Digitalisierungsprojekte erforderten einen intensiven Austausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Gleichzeitig biete die Mitarbeit die Möglichkeit, die Zukunft der Genossenschaft aktiv mitzugestalten und einen Beitrag für das gemeinschaftliche Wohnen in Potsdam zu leisten.

Kontinuität und Mitverantwortung

Der Aufsichtsrat der WG „Karl Marx“ steht exemplarisch für ein zentrales Prinzip genossenschaftlicher Organisation: Mitbestimmung und Verantwortung werden auf mehrere Schultern verteilt. Durch die Arbeit des Gremiums sollen Transparenz, Kontrolle und eine nachhaltige Entwicklung der Genossenschaft langfristig gesichert werden.

Quelle: KM Magazin