Die pbg hat sich in ihrem Mitgliedermagazin ausführlich mit der Anpassung der Nutzungsgebühr beschäftigt und die Hintergründe sowie die geplanten Schritte transparent dargestellt.

Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität der Genossenschaft zu sichern und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum langfristig zu erhalten.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Wandel
Die pbg betont, dass sich die Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft in den vergangenen Jahren deutlich verändert haben. Insbesondere steigende Bau- und Handwerkskosten – in Teilen um mehr als 60 Prozent – stellen eine große Herausforderung dar. Hinzu kommen höhere Anforderungen an energetische Sanierungen, Klimaschutzmaßnahmen sowie steigende Energiepreise und Inflation.
Diese Entwicklungen führen dazu, dass die bisherigen Einnahmen aus den Nutzungsgebühren langfristig nicht mehr ausreichen, um notwendige Investitionen in den Bestand und die Qualität der Wohnungen zu gewährleisten.
Die Rolle der Nutzungsgebühr in der Genossenschaft
Für die pbg ist die Nutzungsgebühr die wichtigste Einnahmequelle. Anders als private Wohnungsunternehmen verfolgt die Genossenschaft jedoch keinen renditeorientierten Ansatz, sondern wirtschaftet kostendeckend. Ziel ist es, die Kosten für Instandhaltung, Modernisierung und Verwaltung zu decken und gleichzeitig die Wohnungen bezahlbar zu halten.
Die Anpassung erfolgt dabei unter Berücksichtigung des genossenschaftlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes: Vergleichbare Wohnungen sollen langfristig ähnliche Nutzungsgebühren aufweisen. Maßgeblich ist dabei der Potsdamer Mietspiegel, der als Orientierung für die ortsübliche Vergleichsmiete dient.
Zum Stand Ende 2025 lag die durchschnittliche Nutzungsgebühr im Bestand der pbg bei etwa 5,80 Euro pro Quadratmeter und damit weiterhin im Bereich moderater Mietniveaus.
Gesetzlicher Rahmen und konkrete Umsetzung
Die Anpassung der Nutzungsgebühr erfolgt innerhalb klar definierter gesetzlicher Grenzen. Nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches darf eine Erhöhung grundsätzlich maximal 15 Prozent innerhalb von drei Jahren betragen und muss sich im Rahmen der ortsüblichen Vergleichsmiete bewegen.
Die pbg betont, dass sie diese Spielräume in der Regel nicht vollständig ausschöpft, sondern bewusst moderat vorgeht. Ziel ist es, eine sozialverträgliche Lösung zu finden, die sowohl die wirtschaftlichen Anforderungen als auch die Interessen der Mitglieder berücksichtigt.
Organisatorisch erfolgt die Anpassung über individuelle Schreiben an die Mitglieder, in denen die Änderungen transparent dargestellt werden. Diese enthalten auch Informationen zu den rechtlichen Grundlagen sowie ein Zustimmungsformular.
Soziale Verantwortung und Unterstützungsangebote
Die pbg ist sich bewusst, dass jede Erhöhung der Nutzungsgebühr eine zusätzliche Belastung für die Mitglieder darstellen kann. Daher setzt die Genossenschaft auf Dialog und Unterstützung. Mitglieder, die durch die Anpassung vor Herausforderungen gestellt werden, werden aktiv ermutigt, Kontakt aufzunehmen.
Gemeinsam mit dem Sozialmanagement sollen individuelle Lösungen gefunden werden, um finanzielle Belastungen abzufedern und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Fazit: Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und sozialem Anspruch
Die Anpassung der Nutzungsgebühr bei der pbg ist Teil einer langfristigen Strategie, die auf Stabilität, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung ausgerichtet ist.
Durch transparente Kommunikation, moderate Anpassungen und begleitende Unterstützungsangebote versucht die Genossenschaft, eine Balance zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und sozialer Verträglichkeit zu erreichen. Damit bleibt das zentrale Ziel erhalten: bezahlbaren Wohnraum zu sichern und die Wohnqualität in den Quartieren dauerhaft zu gewährleisten.
Quelle: pbg








