ProPotsdam plädiert für „Finanzierungsturbo“ zur Realisierung von Bauplänen

Die Pläne der ProPotsdam zur Errichtung von 600 Wohnungen bleiben nach einem Bericht der MAZ wegen gestiegener Baupreise vorerst unverwirklicht. Zwar will die Bundesregierung mithilfe des „Bauturbos“ dafür sorgen, dass Bauvorhaben schneller genehmigt und damit die Wohnungsnot gelindert werden kann. Doch sieht die ProPotsdam laut den Worten ihres Geschäftsführers Jörn-Michael Westphal darin keine Hilfe: „Der eigentliche Turbo wäre es, wenn wir unsere Bauvorhaben finanzieren könnten“, sagte er der Zeitung. „Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung gibt es Aussagen zu neuen Förderprogrammen – doch diese wurden bislang nicht umgesetzt.“
Co-Geschäftsführer Bert Nicke ergänzte in der MAZ: „Der Bauturbo nützt uns, um Planungsverfahren deutlich abzukürzen. Im Schlaatz könnte auf diese Weise schnell Baurecht für eine nennenswerte Zahl von Wohnungen geschaffen werden. Aber der Bauturbo nützt uns gar nichts ohne einen Finanzierungsturbo. Unser Wohnungsneubau scheitert an den Kosten.“
Die Wohnungen, deren Realisierung quasi in den Startlöchern steht, sollen größtenteils in der Heinrich-Mann-Allee neben dem Alten Friedhof entstehen. Dazu gibt es fertige Planungen für die Newtonstraße am Stern. Doch die hohen Baupreise würden zu Mieten führen, die nicht sozialverträglich sind. „Wenn wir am Ende mehr als 20 Euro Nettokaltmiete ansetzen müssen, dann bauen wir nicht. Mit Förderprogrammen läge die Miete bei 15 Euro und würde neben dem sozialen Wohnungsbau auch in der Mitte wieder Angebote schaffen“, so Nicke.








