Nach Angaben der PNN gehe eines der größten innerstädtischen Wohnungsbauprojekte Potsdams in die nächste Runde.

Die ProPotsdam GmbH sei zuversichtlich, im kommenden Jahr mit dem Bau von 278 weiteren Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Tramdepots in der Heinrich‑Mann‑Allee beginnen zu können.
Geschäftsführer Bert Nicke erklärte laut PNN, man sei „optimistisch“, noch in diesem Jahr die offizielle Förderzusage für den nächsten Bauabschnitt zu erhalten. Die Signale des Fördermittelgebers seien positiv, weshalb die ProPotsdam nun die Ausführungsplanung beauftragt habe. Nach bisherigem Stand könnten die Bauleistungen noch 2026 ausgeschrieben werden. Rund 63 Millionen Euro seien für diesen Bauabschnitt vorgesehen. Die Fertigstellung werde, bei heutigem Zeitplan, für 2030 erwartet.
Drei Viertel der neuen Wohnungen sollen Sozialwohnungen sein
Die geplanten Gebäude sollen auf einer Fläche zwischen der Straße Am alten Friedhof und der angrenzenden Schule entstehen, nur zwei Straßenbahnhaltestellen vom Hauptbahnhof entfernt.
Laut PNN sollen 75 Prozent der neuen Wohnungen als Sozialwohnungen entstehen und über Wohnberechtigungsscheine vergeben werden.
Auch das verbleibende Gelände im Quartier werde weiter durch die ProPotsdam bearbeitet. Ein Teil sei derzeit noch durch Container der Grundschule Telegrafenberg belegt. Für die Fläche zwischen Schule und Heinrich‑Mann‑Allee solle die Planung überarbeitet werden. Nicke sagte laut PNN, man wolle dort „etwas höher bauen“.
Neue Nutzungen: Wohnheim für Auszubildende und Seniorenwohnungen
Entlang der Heinrich‑Mann‑Allee sei ein Wohnheim für Auszubildende vorgesehen. Nach Darstellung der PNN hätten die Kammern einen entsprechenden Bedarf signalisiert. Zudem gebe es ein neues Förderprogramm, für das die ProPotsdam einen Antrag stellen wolle.
Im hinteren Bereich des neuen Wohnblocks, zum künftigen Stadtplatz orientiert, seien Seniorenwohnungen geplant.
Projekt war wegen Fördermittelunsicherheiten verzögert
Der ursprünglich geplante Baustart für 2025 habe sich laut PNN verzögert, da lange unklar gewesen sei, wie viele Fördermittel das Land Brandenburg bereitstellen würde. Das Projekt sei daher, wie mehrere andere Vorhaben, zeitweise auf Eis gelegen.
Auf dem früheren Straßenbahndepot und benachbarten Tennisplätzen entstehe bereits seit Jahren ein neues Stadtquartier. 341 Wohnungen wurden vor zwei Jahren fertiggestellt, überwiegend Sozialwohnungen, ebenfalls gefördert durch das Land.
Weitere große Neubauvorhaben der ProPotsdam
Die PNN erinnern, dass die ProPotsdam in diesem Jahr insgesamt rund 600 neue Wohnungen zu bauen plane. Dazu zählen unter anderem:
- 161 Studierenden‑Appartements in Holzhybridbauweise an der Georg‑Hermann‑Allee
- 228 Wohneinheiten an der Slatan‑Dudow‑Straße (darunter Seniorenwohnungen, zwei Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderungen sowie Familienwohnungen)
- 80 überwiegend Ein‑Raum‑Wohnungen in einem neuen Appartementhaus in der Newtonstraße
- 63 Wohnungen in Fahrland (Döberitzer Straße)
Quelle: PNN








