25 Jahre verlässliche Vermögensbildung

Seit 2001 bietet die PWG 1956 eine Sparienrichtung auf genossenschaftlicher Basis.

Kerstin Slotta, Teamleiterin der Spareinrichtung in der PWG 1956. Foto: Lutz Langer

Seit 2001 ermöglicht die Spareinrichtung der PWG 1956 ihren Mitgliedern eine verlässliche und transparente Vermögensbildung auf genossenschaftlicher Basis – ein Anlass, zurück- und vorauszublicken. Die Redaktion von „Information der Genossenschaft“ sprach mit Kerstin Slotta, Teamleiterin der Spareinrichtung, über prägende Meilensteine, die Bedeutung persönlicher Beratung in Zeiten der Digitalisierung und darüber, welche Akzente im Jubiläumsjahr gesetzt werden.

Die Spareinrichtung Ihrer 1956 feiert im Mai 2026 das 25-jährige Bestehen. Wird es besondere Höhepunkte geben, auf die sich die Mitglieder freuen können? Planen Sie bspw. im Jubiläumsjahr neue Angebote oder Produkte?

Im kommenden Jahr haben wir einiges in Planung, das sowohl für unsere langjährigen Sparerinnen und Sparer als auch für neue Kundinnen und Kunden von Interesse sein wird. Anfang des Jahres starten wir mit einem neuen Sparprodukt – Projektsparen. Mit diesem Sparprodukt investieren unsere Sparer erstmals in ein konkretes Bauvorhaben unserer Genossenschaft.
Aus Anlass der Jubiläen – 70 Jahre Genossenschaft und 25 Jahre Spareinrichtung – freuen wir uns darauf, unsere Dankbarkeit für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die jahrelange Treue unserer Sparer zu zeigen. Als kleinen Ausblick können wir sagen, dass wir Mitte des Jahres zwei spezielle Aktionen für unsere treuen Sparer anbieten werden. Details dazu folgen in Kürze.

Ein Vierteljahrhundert ist eine lange Zeit. Welche Meilensteine sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Ich arbeite seit 2003 in der Spareinrichtung, seit 2007 in der Funktion der Teamleiterin. In dieser Zeit habe ich verschiedene Entwicklungs- und Veränderungsprozesse begleitet:

• Erstes Festzinssparen: Mit den ersten fällig werdenden Festzinssparverträgen nach Eröffnung der Spareinrichtung standen organisatorische und fachliche Klärungen an, wie diese effizient und kundenorientiert abzuwickeln sind.

• Systemwechsel 2007: Der Wechsel vom System der Computer Wolff GmbH & Co. KG zu WODIS war ein großer Umstellungsprozess, der eine einjährige Parallelführung beider Systeme notwendig machte.

• Einführung Jugendsparen: Die Umsetzung des Sparproduktes Jugendsparen gehörte ebenfalls zu den Aufgaben, einschließlich der Integration in bestehende Abläufe.

• Entwicklung der Spareinlagen: Trotz externer Herausforderungen wie Bankenkrise, Minuszinsphase oder Corona-Pandemie haben sich die Spareinlagen über die Jahre kontinuierlich positiv entwickelt.

• Kulturelle Aktivitäten: Zusätzlich fanden in der Spareinrichtung regelmäßig Ausstellungen und Vernissagen statt – unter anderem mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bestand sowie mit Beteiligung der Aktiva-Werkstätten. Präsentiert wurden unter anderem Bilder, Fotografien, Keramiken, Holzplastiken und Enkaustik-Malereien.

Was schätzen die Mitglieder Ihrer Erfahrung nach an der Spareinrichtung?

Das persönliche Gespräch und langjährige Kundenbeziehungen: In einer Zeit, in der sich viele Dinge immer schneller verändern und auch die Technologie – wie beispielsweise Künstliche Intelligenz – immer mehr Einzug hält, schätzen viele Sparer und Kunden besonders den persönlichen Kontakt.

Ein gutes Beispiel hierfür ist eine Kundin, die kürzlich zu Frau Richter sagte, wie schön es sei, immer die gleichen Gesichter zu sehen. An vielen anderen Orten ist dieser persönliche Bezug leider nicht mehr selbstverständlich. Gerade wir haben das Glück, dass viele unserer Sparer uns seit Jahren treu sind. Diese langjährige Zusammenarbeit geht oft über rein fachliche Themen hinaus und schafft Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung. Es ist nicht selten, dass ich beim Gespräch auch persönliche Geschichten höre, was mir zeigt, wie sehr sich die Kunden verstanden und geschätzt fühlen.

Die Bedeutung von persönlichen Beziehungen trotz der Digitalisierung: In einer zunehmend schnelllebigen und digitalisierten Welt, in der auch KI und Automatisierung Arbeitsplätze verdrängen sollen, ist der persönliche Kontakt für uns und unsere Sparer ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Unsere Sparer wissen, dass sie auf individuelle Beratung und einen festen Ansprechpartner zählen können. Das gibt nicht nur Sicherheit, sondern fördert auch eine langfristige und vertrauensvolle Beziehung. Das ist etwas, was viele andere, automatisierte oder KI-gestützte Systeme nicht bieten können.

Einfache Produkte und transparente Konditionen: Unsere Produkte zeichnen sich durch ihre Einfachheit und Transparenz aus. Wir bieten Lösungen, die gut verständlich und überschaubar sind, ohne dass unsere Sparer sich in einem Dschungel von Angeboten und unklaren Konditionen verlieren müssen. Gleichzeitig profitieren sie von guten Konditionen und von dem Vorteil, dass es bei uns keine Kontoführungsgebühren gibt. Dieser Fokus auf Einfachheit und klare Vorteile gibt unseren Sparerinnen und Sparern das Gefühl, bei uns in guten Händen zu sein.

In einer Zeit, in der viele Prozesse durch Technologie und KI ersetzt werden, bleibt der menschliche Faktor entscheidend. Der direkte, persönliche Kontakt zum Sparer, zur Sparerin ist für uns nicht nur eine Pflicht, sondern eine wertvolle Quelle der Motivation und Bestätigung für unsere tägliche Arbeit.

Wie hat sich das Sparangebot im Laufe der Zeit weiterentwickelt?

Das Sparangebot entwickelte sich von 2001 bis heute deutlich weiter. Anfangs gab es drei Sparprodukte: das klassische Sparbuch, das Festzinssparen mit 4 Jahren Laufzeit und das Wachstumssparen. Im Laufe der Zeit wurde das Angebot erweitert:

• Das Festzinssparen erhielt zusätzliche Laufzeiten (1 bis 10 Jahre).

• Jugendsparen mit Sonderkonditionen bis 25 Jahre wurde eingeführt.

• Der Sparplan (Treusparen) bot mehr Flexibilität.

• Es kamen auch Sparaktionen hinzu, um Kunden mit zeitlich begrenzten Angeboten zu locken.

So entwickelte sich das Angebot von wenigen klassischen Produkten hin zu einer breiten und flexiblen Palette für verschiedene Zielgruppen und Bedürfnisse.

Mit welchen Veränderungen rechnen Sie in den kommenden Jahren?

In den kommenden Jahren rechnen wir vor allem mit einer weiteren Digitalisierung unseres Services. Dazu gehört die Einführung eines CRM-Portals, über das unsere Sparer/innen ihre Daten und Sparprodukte bequem online einsehen können. Außerdem planen wir den Einsatz eines Kartenlesegeräts, um Sparguthaben vor Ort einfacher und sicherer verarbeiten zu können. Parallel dazu wird der Bargeldverkehr weiter zurückgehen, da immer mehr Sparer auf unbare Zahlungswege wie Überweisungen setzen. Insgesamt erwarten wir dadurch effizientere Abläufe und einen deutlich verbesserten Service für unsere Sparer.

Gibt es etwas, das Sie Ihren Mitgliedern zum Jubiläum gern sagen möchten?

Vielen Dank für das uns von unseren Sparerinnen und Sparern entgegengebrachte Vertrauen. Wir schätzen die Unterstützung unserer Mitglieder und ihrer Angehörigen sehr.

Es wäre schön, wenn noch mehr von ihnen die Vorteile unserer Spareinrichtung für sich entdecken. Unsere sicheren und attraktiven Sparangebote bieten eine verlässliche Möglichkeit, langfristig Vermögen aufzubauen und finanzielle Ziele zu erreichen. Dieses Vertrauen spornt uns an, weiterhin verantwortungsvoll und im Sinne unserer Gemeinschaft zu handeln.

Quelle: Information der Genossenschaft