Sparziel Eigenheim verliert an Bedeutung

Verbraucher legen Geld vornehmlich für Altersvorsorge und Konsum zurück

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Der Traum vom Eigenheim verliert zunehmend an Boden. Nur noch 33 Prozent der Befragten nennen Wohneigentum als Sparziel – ein Rückgang um zehn Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Besonders bei jüngeren und mittleren Altersgruppen, geht das Motiv „eigenes Zuhause“ deutlich zurück. Das ergab die Sommerumfrage 2025 des Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen.

„Viele Menschen scheinen inzwischen zu glauben, dass Wohneigentum für sie ohnehin nicht mehr realistisch ist – und haben sich damit abgefunden“, so Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen. „Das ist gesellschaftspolitisch ein Alarmsignal. Der Rückzug aus dem Eigentumswunsch ist ein stiller Rückzug aus einer wichtigen Säule der privaten Daseinsvorsorge.“

Die Umfrage zeigt: Statt für Immobilien sparen die Menschen zunehmend für Altersvorsorge (60 Prozent) und Konsum (44 Prozent). Kapitalanlage liegt mit 34 Prozent auf Platz drei – während Wohneigentum auf Platz vier zurückfällt. „Wir werden sehen, ob sich dieser Trend in den Anlageformen der kommenden Herbstumfrage 2025 weiter fortsetzt“, sagt König.

Die Ergebnisse verdeutlichen nach Ansicht der privaten Bausparkassen die Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt: hohe Kosten, regulatorische Unsicherheiten und fehlende Förderimpulse führen offenbar dazu, dass immer mehr Menschen, gerade jüngere, ihren Eigentumstraum aufgeben. Der Verband fordert daher gezielte Maßnahmen, um Eigentumsbildung wieder möglich zu machen – besonders für Familien und Normalverdienende.