Mehrere zentrale Smart‑City‑Projekte in Potsdam seien gefährdet, da sie nicht rechtzeitig umgesetzt werden konnten.

Das berichteten die PNN unter Berufung auf eine Vorlage für den Hauptausschuss am 24. Juni 2026. Um die Vorhaben zu sichern, hoffe die Stadt auf eine Verlängerung der Bundesfördermittel.
Besonders betroffen sei der geplante klimagerechte Umbau des Johannes‑Kepler‑Platzes. Ziel des Projekts sei es, die Aufenthaltsqualität des stark versiegelten Platzes zu verbessern, insbesondere bei hohen Temperaturen. Vorgesehen seien unter anderem sogenannte Cooling Points, neue Sitzgelegenheiten sowie zusätzliche Bäume mit teilweise digital gesteuerten Bewässerungssystemen.
Nach Angaben der Stadt habe es jedoch Verzögerungen gegeben, unter anderem aufgrund notwendiger Leitungsverlegungen. Dadurch hätten wichtige Bauleistungen bislang nicht ausgeschrieben werden können. Auch Abstimmungen mit der Energie und Wasser Potsdam (EWP) sowie dem Kommunalen Immobilienservice seien noch erforderlich.
Um das Projekt dennoch umzusetzen, solle das Förderprogramm „Smart City“, aus dem die Maßnahmen finanziert werden, verlängert werden. Ursprünglich seien die Mittel nur bis Ende 2026 vorgesehen gewesen. Nun hoffe die Stadt laut Vorlage auf eine kostenneutrale Verlängerung bis Ende 2027, nachdem der Fördermittelgeber entsprechende Signale gegeben habe.
Neben dem Kepler‑Platz könne auch das Projekt „Aktionsraum Bahnhof“ von der Verlängerung profitieren. Dieses sehe Verbesserungen im Umfeld der Bahnhöfe Pirschheide, Golm und Griebnitzsee vor, darunter neue Radabstellanlagen, Sitzbänke und Grünflächen. Wie die Verwaltung einräume, seien notwendige Ausschreibungen hier unter anderem wegen der vorläufigen Haushaltsführung in den Jahren 2025 und 2026 bislang nicht erfolgt.
Darüber hinaus umfasse das Smart‑City‑Programm laut PNN auch verschiedene digitale Anwendungen. So sei vorgesehen, mittels Sensoren die Belegung von Behindertenparkplätzen sichtbar zu machen. Außerdem sei ein digitales Planungstool für Veranstaltungen geplant, das Terminüberschneidungen in den Bereichen Kultur, Sport und Wissenschaft vermeiden solle.
Weitere geplante Projekte seien ein Online‑Dashboard zum Potsdamer Wohnungsmarkt, eine Plattform zur Wirkungsmessung städtischer Vorhaben sowie ein Dashboard für Kennzahlen im Bereich nachhaltiger Tourismus.
Potsdam habe als eine von bundesweit 73 Modellkommunen im Rahmen des Förderprogramms „Smart City“ zwischen 2022 und 2026 rund 10 Millionen Euro an Bundesmitteln erhalten. Wie hoch die Kosten für die einzelnen Projekte seien, gehe aus der Vorlage jedoch nicht hervor.
Quelle: PNN








