Potsdams Urbane Datenplattform gestartet

Zu Beginn des Pilotbetriebs öffentliche Veranstaltung am 13. März

Foto: LHP/Olaf Gotowski

Die Stadtwerke Potsdam und die Landeshauptstadt Potsdams haben die Urbane Datenplattform im Pilotbetrieb veröffentlicht. Die Plattform ist ein Teilprojekt des vom Bund geförderten Modellprojektes Smart City Potsdam. Mithilfe der digitalen Infrastruktur können Daten aus den Bereichen Mobilität, Wohnen, Wasser und Klima zusammengeführt und ausgewertet werden, um das Leben in Potsdam zu verbessern, so die Initiatoren.

Urbane Datenplattformen gibt es bereits in verschiedenen Städten deutschlandweit mit unterschiedlichen Ausprägungen und Varianten. Jede Stadt definiert ihre eigenen Anforderungen dafür. Für die Landeshauptstadt Potsdam entsteht eine technologische Infrastruktur, die verschiedene Arten von Daten des städtischen Umfelds verwaltet, kombiniert, analysiert und visualisiert und damit zur digitalen Daseinsvorsorge beiträgt. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt haben die Stadtwerke Potsdam nun erste Daten als Ausgangspunkt für Potsdams Urbane Datenplattform festgelegt. Der öffentliche Pilotbetrieb ist ein Startpunkt, innerhalb des Förderprogramms wird die Plattform bis Ende 2026 kontinuierlich weiterentwickelt.

Ziel der ersten Veröffentlichung ist es, den Bürgerinnen und Bürgern Potsdams transparent zu vermitteln, was eine Urbane Datenplattform sein kann. Über die Forumsseiten der Plattform wird parallel ein Dialog zu Ideen und Anwendungen eröffnet. So soll die Plattform nah an den Bedürfnissen der Stadt gestalten werden. Der Leitgedanke dabei ist das Motto des Modellprojektes Smart City Potsdam – grün, gerecht, innovativ.

„Der Live-Gang der Urbanen Datenplattform Potsdam ist ein wichtiger Schritt in unsere Stadt der Zukunft“, kommentierte Oberbürgermeister Mike Schubert. „Hier werden Daten aus vielen Orten unserer Stadt an einer Stelle zusammengeführt und auf verständliche Weise für Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht.“ Nun gehe es darum, die geschaffene Plattform mit Leben und Daten zu füllen. „Lassen Sie uns gemeinsam weitere Ideen einbringen, um unsere Urbane Datenplattform für Potsdam bestmöglich zu nutzen und weiter zu verbessern!“

„Mit unserer Urbanen Datenplattform Potsdam schaffen wir eine digitale Infrastruktur, die Daten intelligent vernetzt und für alle verständlich aufbereitet“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Monty Balisch. „Unser Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Landeshauptstadt Potsdam gleichermaßen einen echten Mehrwert zu bieten – sei es durch verbesserte Transparenz, smartere Entscheidungen oder innovative Anwendungen.“

„Einen fließenden Verkehr, ein angenehmes Stadtklima, den schnell gefundenen Parkplatz, gesunde Grünanlagen, geöffnete Geschäfte und gemäßigte Passantenströme wünschen wir uns alle. Wenn es aber nicht rund läuft, nehmen wir es als Einzelperson sofort wahr und denken uns: Eine gemeinsame Absprache hätten Probleme vermeiden können“, erläuterte Dr. Edzard Weber, Dozent für das Seminar Smart City an der Universität Potsdam. „Die Stadtwerke gewährleisten mit der UDP nun die notwendige Infrastruktur, dass Bürger und Unternehmen einer stark wachsenden Stadt gemeinsam Daten sammeln und auswerten können. Sie können bewährte oder neue Ideen anstoßen und Vorbild oder Anbieter werden, um das Leben in unserer Stadt bequemer, kostengünstiger, unterhaltsamer, ökologischer oder smarter zu gestalten.“

Potsdams Urbane Datenplattform wurde entsprechend den Förderbedingungen ausschließlich auf Basis von Open-Source-Software entwickelt, also Software, deren Quellcode öffentlich zugänglich ist und von jedem weiterentwickelt werden kann. Durch die Entwicklung erster Prototypen in Kooperation mit der Biosphäre Potsdam sind im Verlauf der letzten Monate zusätzliche Komponenten entstanden und vorab bereits Verbesserungen in bestehende Komponenten eingeflossen, so ist zum Beispiel die Einbindung von Sensoren zur Messung von Umweltparametern wesentlich einfacher geworden.

Mit dem Start der Urbanen Datenplattform wird ebenfalls die Nutzung des LoRaWAN-Netzwerkes für interessierte Personen in Potsdam frei gegeben. Dies ermöglicht technisch versierten Personen, eigene Sensoren in dem globalen und offenen IoT Netzwerk „The Things Network“, kurz TTN, zu betreiben. Detaillierte Informationen hierzu sind im Forumsbereich der Urbanen Datenplattform zu finden.

Klicken Sie sich durch Potsdams Urbane Datenplattform im Pilotbetrieb und bringen Sie Ihre Ideen direkt ein: am Donnerstag, den 13. März 2025, von 13 bis 14:30 Uhr im POTSDAM LAB, in der Wissenschaftsetage des Bildungsforum Potsdam, Am Kanal 47.

https://urbanedatenplattform-potsdam.de

Die Umfrage zur Urbanen Datenplattform finden Sie hier. Weitere Informationen zum Modellprojekt Smart City Potsdam finden Sie hier.