Wie die Landeshauptstadt Potsdam (LHP) in einer Pressemitteilung mitgeteilt habe, sei der Grundstücksmarktbericht 2025 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte veröffentlicht worden.

Ergänzend berichteten die PNN über eine spürbare Erholung des Potsdamer Immobilienmarkts, der nach mehreren schwächeren Jahren wieder an Fahrt gewonnen habe.
Laut Gutachterausschuss habe der Potsdamer Grundstücksmarkt im Jahr 2025 eine deutliche Belebung erfahren. Die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge sei gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf 1.249 Verträge gestiegen und habe damit wieder das Niveau des Jahres 2022 erreicht. Der Geldumsatz habe bei rund 834 Millionen Euro gelegen, was einem Zuwachs von 14 Prozent entspreche. Besonders stark habe sich auch der Flächenumsatz entwickelt, der um 125 Prozent auf 192 Hektar angestiegen sei.
Als wichtigste Treiber der Marktentwicklung hätten laut LHP und PNN vor allem Eigentumswohnungen gegolten. Insgesamt seien 774 Kaufverträge für Eigentumswohnungen abgeschlossen worden – rund 200 mehr als im Vorjahr. Der durchschnittliche Gesamtkaufpreis habe bei 371.000 Euro gelegen. Im Erstverkauf seien im Durchschnitt 8.200 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gezahlt worden, im Weiterverkauf rund 4.350 Euro je Quadratmeter. In Einzelfällen hätten Spitzenpreise von bis zu 12.000 Euro je Quadratmeter erreicht werden können, insbesondere in der Potsdamer Mitte.
Die PNN wiesen zugleich darauf hin, dass auch umgewandelte Mietwohnungen deutlich häufiger verkauft worden seien. Demnach seien im Jahr 2025 68 Wohnungen nach einer Umwandlung veräußert worden – fast zehnmal so viele wie im Jahr zuvor. Besonders betroffen gewesen sei der Stadtteil Babelsberg. Diese Entwicklung trage zwar zur Marktbelebung bei, werde jedoch von vielen Mieterinnen und Mietern mit Sorge betrachtet.
Bei Eigenheimen habe sich laut Marktbericht ein differenziertes Bild gezeigt. Der durchschnittliche Kaufpreis für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser habe bei 804.000 Euro gelegen und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Reihenhäuser seien im Durchschnitt günstiger geworden, während die Preise für Doppelhaushälften angezogen hätten. Insgesamt hätten sich die Preise je nach Marktsegment moderat aufwärts entwickelt oder stagniert.
Die Bodenrichtwerte hätten sich laut LHP weitgehend stabil gezeigt. Für das Stadtzentrum Potsdam seien Werte zwischen 850 und 1.800 Euro je Quadratmeter ausgewiesen worden, für Babelsberg zwischen 500 und 900 Euro je Quadratmeter. Für den Entwicklungsbereich Krampnitz sei erstmals ein eigener Bodenrichtwert festgelegt worden.
Der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Marco Jähne, habe erklärt, der Potsdamer Immobilienmarkt zeige sich trotz weiterhin hoher Bau‑ und Finanzierungskosten stabil und halte sein Preisniveau in allen Teilmärkten. Gleichzeitig betonten sowohl LHP als auch PNN, dass der Grundstücksmarktbericht keine Prognose darstelle. Künftige Entwicklungen könnten unter anderem von der Zins‑ und Inflationsentwicklung beeinflusst werden.
Der Grundstücksmarktbericht 2025 enthalte darüber hinaus zahlreiche Sonderauswertungen, etwa zu Baugrundstücken, gewerblichen Flächen oder Uferlagen, sowie wichtige Kennzahlen für die Wertermittlung. Er stehe kostenfrei als PDF zum Download zur Verfügung und könne zudem als gedrucktes Exemplar erworben werden.








