Ministerin Verena Hubertz überreicht Landeshauptstadt einen Förderbescheid

Die Mittel würden aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ stammen und die klimaresiliente Weiterentwicklung des öffentlichen Raums in Potsdam unterstützen. Gefördert würden unter dem Titel „Anpassung des öffentlichen Raums – Entwicklung exemplarischer Freiraumtypologien zur Klimaanpassung“ fünf konkrete Maßnahmen im Stadtgebiet, die auf CO₂-Bindung, Hitzeminderung, Entsiegelung sowie Regenwasserrückhalt abzielen würden.
„Ich freue mich sehr, heute den Startschuss für die klimaangepasste Weiterentwicklung des Nutheparks und weiterer Parks in Potsdam zu geben“, habe Bundesministerin Hubertz erklärt. „Lebendig, nutzbar und widerstandsfähig – so machen wir unsere grünen Oasen fit für die Zukunft. Denn eines ist klar: Ob jung oder alt, allein oder mit Familie, wir alle brauchen Orte zum Durchatmen, Spielen, Bewegen und Begegnen.“
Auch Potsdams Bürgermeister Burkhard Exner hätte den Förderbescheid mit großer Freude entgegengenommen. Er habe betont, dass Potsdam nicht nur auf die Folgen des Klimawandels reagieren, sondern diesen aktiv gestalten wolle:
„Wir wollen zeigen, dass Klimaanpassung Lebensqualität bedeutet – mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Schutz für Mensch und Umwelt.“
Fünf Standorte im Fokus
Im Einzelnen würden die Fördermittel für folgende Orte und Maßnahmen eingesetzt:
- Am Kanal (Innenstadt): Die stark versiegelte Fläche solle im Sinne einer klimaangepassten Umgestaltung stadtverträglich weiterentwickelt werden.
- Nuthepark (Innenstadt): Die heute kaum genutzte Fläche solle zu einem robusten, jugendorientierten Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität umgestaltet werden.
- Golm: Wilde, bisher ungenutzte Flächen sollten in ein „grünes Band mit Wildnissaum“ überführt werden – unter Berücksichtigung ökologisch wertvoller Lebensräume.
- Bornstedt: Eine bestehende Wiese werde zur Versuchsfläche für sogenannte „Mini-Arboreten“, also kleinformatige Sammlungen klimaresilienter Baumarten.
- Fahrlander See: Es solle ein naturnaher Rundweg entstehen, der klimaangepasste Freizeitnutzung und naturschutzgerechte Gestaltung miteinander verbinde.
Zur Begleitung und Umsetzung des Projekts würde zudem eine Personalstelle über das Förderprogramm finanziert. Diese solle für Koordination, Bauvorbereitung und Beteiligung zuständig sein. Die Projektidee sei bereits im September 2023 eingereicht worden. Die Entscheidung über die Förderung sei im Juni 2024 durch den Haushaltsausschuss des Bundestages getroffen worden.
„Unsere intensive Vorarbeit zahlt sich aus – und wir können nun in die konkrete Planung und Umsetzung gehen“, habe Bürgermeister Exner zusammenfassend erklärt.
Quelle: LHP








