Das neue Potsdamer Kreativquartier solle am 4. September 2026 offiziell eröffnet werden. Darüber berichteten die PNN.

Das Ensemble umfasse sieben Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von rund 25.000 Quadratmetern und sei als Arbeits-, Produktions- und Vernetzungsort für die Kultur- und Kreativwirtschaft konzipiert.
Zur Eröffnung sei ein öffentliches Fest geplant. Nach Angaben der Veranstalter solle unter anderem Brandenburgs Kulturministerin sprechen. Besucherinnen und Besucher könnten das Areal besichtigen und an zahlreichen Angeboten teilnehmen, darunter Ausstellungen, Workshops, Designmärkte und künstlerische Interventionen.
Langer Stall bereits in Betrieb
Mit dem Langen Stall sei der größte Baustein des Quartiers bereits im Mai eröffnet worden. Nach Angaben der PNN stünden dort auf rund 5.000 Quadratmetern Flächen für etwa 100 Kunst- und Kulturschaffende zur Verfügung. Ergänzt werde das Angebot durch eine große Veranstaltungshalle.
Zu den bereits eingezogenen Nutzern gehörten unter anderem Kreative aus den Bereichen Literatur, Fotografie, Lichtkunst und Architektur.
Weitere Mieter ziehen im Herbst ein
Wie die Zeitung weiter berichtete, seien noch nicht alle Flächen vermietet. Der Projektentwickler befinde sich derzeit in weiteren Gesprächen mit Interessenten. Bereits vereinbart seien Einzüge der Märkischen Allgemeinen Zeitung sowie der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte, die ihre neuen Räume voraussichtlich im Herbst oder Winter beziehen würden.
Für Anfang 2027 sei zudem der Einzug von Tumo Potsdam geplant. Das von der Hasso-Plattner-Stiftung unterstützte Bildungsangebot verstehe sich als Zentrum für digitale Bildung und kreative Kompetenzen.
Mietpreisgebundene Flächen für die Kreativwirtschaft
Nach Angaben der PNN seien von insgesamt 25.000 Quadratmetern rund 16.000 Quadratmeter für die Kultur- und Kreativwirtschaft vorgesehen. Etwa die Hälfte dieser Flächen unterliege einer Nutzungs- und Mietpreisbindung. Die Mieten begännen bei rund neun Euro pro Quadratmeter.
Dieses Modell solle dazu beitragen, langfristig bezahlbare Arbeitsräume für Kreative in Potsdam zu sichern und gleichzeitig unterschiedliche Akteure an einem Standort zusammenzubringen.
Investition in den Kreativstandort Potsdam
Die PNN berichteten weiter, dass rund 120 Millionen Euro von der Ideal-Lebensversicherung in das Projekt investiert worden seien. Hinzu kämen weitere Investitionen des Projektentwicklers. Nach Einschätzung der Beteiligten solle das Kreativquartier einen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung und zur Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Potsdam leisten.
Besondere Aufmerksamkeit erhalte das Projekt auch deshalb, weil der Lange Stall ursprünglich als Alternative zum Potsdamer Rechenzentrum gedacht gewesen sei. Die Stadtverordnetenversammlung habe inzwischen jedoch beschlossen, die Nutzung des Rechenzentrums bis 2033 fortzuführen.
Ort für Kreativität, Bildung und Vernetzung
Mit der vollständigen Eröffnung im September solle das Kreativquartier erstmals in seiner gesamten Dimension erlebbar werden. Ziel sei es, Kunst, Kultur, Bildung und kreative Unternehmen an einem Ort zusammenzubringen und neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Austausch zu schaffen.
Quelle: PNN








