Neue Fernwärmeleitung im Potsdamer Norden

Wie die EWP mitteile, habe am 17. Juni 2026 der Bau einer neuen Fernwärmeleitung im Potsdamer Norden begonnen.

Fernwärmerohre
Bild: Frank Wassmann/Pixabay

Die rund 2,6 Kilometer lange Trasse solle künftig den Standort der Kläranlage Potsdam-Nord mit dem bestehenden Fernwärmenetz verbinden und sei Teil der langfristigen Wärmestrategie des Unternehmens.

Neue Infrastruktur für klimafreundliche Wärme

Nach Angaben der EWP werde über die neue Leitung künftig Wärme in das Netz eingespeist, die mithilfe von Klarwasser-Wärmepumpen aus gereinigtem Abwasser gewonnen werden solle. Damit setze das Unternehmen auf innovative Technologien zur nachhaltigen Wärmeversorgung.

Die Baukosten würden sich laut Mitteilung auf rund 10 Millionen Euro belaufen. Geplant sei, die Arbeiten bis Juni 2027 abzuschließen. Ergänzend zur Leitung würden nach Fertigstellung auch ökologische Ausgleichsmaßnahmen wie Amphibientunnel umgesetzt sowie die Oberflächen wiederhergestellt.

Einschränkungen während der Bauzeit

Die Bauarbeiten würden in mehreren Abschnitten erfolgen und mit Einschränkungen verbunden sein. So seien etwa Feldwege im Bereich der Lennéschen Feldflur während der gesamten Bauzeit gesperrt. Auch entlang der Straße „Am Golfplatz“ könne es abschnittsweise zu Sperrungen und Umleitungen kommen.

Die EWP habe nach eigenen Angaben die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner informiert und bemühe sich, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.

Teil einer umfassenden Wärmestrategie

Die neue Leitung sei ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung des Fernwärmenetzes in Potsdam. Sie zeige, dass die Wärmewende zunehmend auch konkrete bauliche Maßnahmen im Stadtraum mit sich bringe und bestehende Infrastrukturen erweitert werden müssten.

Neuer technischer Geschäftsführer soll Wärmewende begleiten

Parallel zur Infrastrukturentwicklung werde sich auch die Führung der EWP verändern. Wie das Unternehmen mitteile und auch die PNN berichten würden, solle Ferdinand von Stryk zum 1. Januar 2027 die technische Geschäftsführung übernehmen.

Der 35-jährige Wirtschaftsingenieur komme von den Gothaer Stadtwerken und habe dort zuletzt den Bereich Erzeugung und Wärmenetz geleitet. Er solle künftig eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Energieversorgung in Potsdam spielen.

Von Stryk werde mit den Worten zitiert, er wolle gemeinsam mit dem Team die „Herausforderungen rund um Wärmewende, Wettbewerb und Bezahlbarkeit“ angehen. Auch aus Sicht des Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Rubelt stünden wichtige Entwicklungen bevor, etwa der Ausbau von Strom- und Wärmenetzen sowie der Wandel der Energieerzeugung.

Quelle: EWP, PNN