Laut Angaben der Landeshauptstadt Potsdam würden zahlreiche Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit sowie von Behörden und Fachstellen in die weitere Entwicklung des Bebauungsplans Nr. 138 „Am Schlaatz“ einfließen.

Hintergrund sei die frühzeitige Beteiligung im Sommer des vergangenen Jahres, bei der Bürgerinnen und Bürger insgesamt 78 Stellungnahmen eingereicht hätten. Auch Ämter, Nachbargemeinden sowie Fachstellen aus den Bereichen Verkehr, Umwelt und Denkmalschutz seien beteiligt worden.
Wie die Hinweise berücksichtigt werden sollen
Nach Angaben der Stadt würden die Rückmeldungen derzeit durch Fachabteilungen und das beauftragte Planungsteam ausgewertet. Für den kommenden Entwurf des Bebauungsplans seien unter anderem folgende Punkte vorgesehen:
- Umgestaltung zentraler Plätze
- Der Magnus‑Zeller‑Platz, der Quartierseingang am Horstweg sowie der Schlaatzer Markt würden aktuell vertiefend untersucht. Erste Gestaltungsvorschläge sollen im Frühjahr vorliegen.
- Laut Stadt sei im April 2026 ein öffentlicher Workshop geplant. Ergänzend würden Beteiligungsformate des PlanLabors stattfinden, darunter ein „Schlaatz Walk“ am 08.04.2026. Die Ergebnisse sollen in das finale Bebauungskonzept einfließen.
- Möglichkeiten für An‑ und Aufbauten
- Die Stadt prüfe weiter, an welchen Stellen bestehende Gebäude erweitert werden könnten – unter Berücksichtigung notwendiger Abstände und Verkehrsflächen.
- Dazu bestehe eine enge Abstimmung mit den Wohnungsunternehmen im „Bündnis Am Schlaatz“. Ein abschließendes Bebauungskonzept sei für Mitte 2026 vorgesehen.
- Verkehr und Parken
- Der Bebauungsplan solle bestehende und erforderliche Verkehrsflächen weitgehend berücksichtigen.
- Wo das Konzept in Verkehrsflächen eingreife, müsse die verkehrliche Abwicklung im Detail geprüft werden. Dies erfolge derzeit parallel zur Planentwicklung.
- Käthe-Kollwitz-Siedlung
- Auch für diesen Bereich sei ein Planerteam beauftragt, das ein Zukunftsbild der Quartiersentwicklung erarbeite. Erste Ergebnisse würden im April erwartet.
- Entwicklung des südlichen Bisamkiezes
- Von einer ursprünglich vorgesehenen Bebauung in diesem Teil des Gebietes würde Abstand genommen.
- Natur und Umwelt
- Gutachten zu Artenschutz und Niederschlagsentwässerung seien in Arbeit, um Auswirkungen der Planung besser einschätzen zu können. Ergebnisse würden zur Jahresmitte erwartet.
Nächste Schritte
Wenn alle offenen Fragen bis zum Sommer geklärt seien, könne der Entwurf des Bebauungsplans einschließlich Begründung und Umweltbericht erstellt werden. Anschließend sei eine Beratung in der Stadtverordnetenversammlung vorgesehen.
Erst mit einem entsprechenden Beschluss könne der Planentwurf öffentlich ausgelegt werden – voraussichtlich im kommenden Jahr.
Weitere Informationen veröffentlicht die Stadt über die „TauZone“ sowie online unter: Wir-machen-Schlaatz
Der Schlaatz soll fit für die Zukunft gemacht werden. Dazu haben sich unter die anderem die Landeshauptstadt Potsdam, der Arbeitskreis StadtSpuren und vier der im Quartier tätigen Wohnungsunternehmen zu einem „Bündnis Am Schlaatz“ zusammengeschlossen. Die ProPotsdam, die pbg, die PWG 1956 und die WG „Karl Marx“ verfügen hier über knapp 85 Prozent des Wohnungsbestands.








