MAZ zieht ins Kreativ Quartier

Redaktion und Verlag werden zum Herbst 2026 Ankermieter.

Das neu entstehende Kreativ Quartier in der Potsdamer Mitte aus der Vogelperspektive. Foto: Benjamin Maltry

Die Märkische Allgemeine Zeitung bekommt ein neues Domizil in Potsdams Innenstadt. Im Herbst 2026 werden Redaktion und Verlag ein repräsentatives Gebäude im aktuell entstehenden Kreativ Quartier Potsdam beziehen, hat die Zeitung selbst in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Die Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft, Herausgeberin der MAZ, hat als erster Ankermieter einen Vertrag über rund 1600 Quadratmeter Mietfläche unterzeichnet.

„Wir sind sehr froh, künftig an diesem Standort präsent zu sein. Als Verlag wollen wir weiter digital wachsen, dazu passt das Umfeld im Kreativ Quartier perfekt“, wird MAZ-Geschäftsführer Ingo Höhn in der Pressemitteilung zitiert. Chefredakteur Henry Lohmar ergänzt: „Die MAZ in der Mitte der Landeshauptstadt, präsent und sichtbar, nahbar und nah am Geschehen, in kreativer Nachbarschaft – das ist großartig. Wir können es kaum erwarten.“

Seit 1946 residiert die MAZ (vormals Märkische Volksstimme) in einem ehemaligen Industrie-Areal in der Templiner Vorstadt. Dort befindet sich auch die Druckerei, in der weiterhin die Printausgabe der MAZ hergestellt wird.

Das seit 2022 entstehende Kreativ Quartier Potsdam soll ein Zentrum für Künstler, Medienschaffende und Kreativ-Unternehmer werden. „Jetzt, wo baulich einiges gesetzt ist, kann der Ort richtig wachsen“, sagt Kuratorin Doreen Löwe. Gerade passiere unheimlich viel. „Jetzt beginnt die Phase, in der sich wirklich was bewegt, wo Ideen und Menschen zusammenfinden und das Quartier Gestalt annimmt.“

Auf rund 25.000 Quadratmetern in sieben Gebäuden werden Büros, Ateliers, Studios, Gastronomie- und Eventflächen Raum für interdisziplinäres Arbeiten, Austausch und öffentliche Begegnungen bieten. Das Quartier soll zu einem zentralen Standort für Kultur, Wirtschaft und Stadtgesellschaft werden – ein lebendiger Ort, der Kreativität und Unternehmertum gleichermaßen fördert und langfristig in der Potsdamer Mitte verankert ist. Die ersten Flächen werden im Frühjahr 2026 übergeben. Eine Eröffnungsfeier ist für Mai geplant.