Wie die PNN berichteten, habe die Stadtverordnete Anja Günther von der Partei Die Linke zusätzliche Maßnahmen zum Hitzeschutz in Potsdam gefordert.

Hintergrund seien zunehmende Hitzeperioden und die damit verbundenen gesundheitlichen Belastungen insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.
Nach Angaben der PNN schließe sich die Linksfraktion damit Forderungen des Seniorenbeirats und der Volkssolidarität an. Kritisch bewertet werde insbesondere die Versorgung mit kostenfreiem Trinkwasser im öffentlichen Raum.
Mobile und stationäre Trinkwasserstationen vorgeschlagen
Die Linke fordere laut Bericht kurzfristig verfügbare mobile und stationäre Trinkwasserangebote an stark frequentierten Orten. Nach Ansicht der Fraktion orientierten sich einige der aktuell geplanten Standorte für Trinkbrunnen zu stark an städtebaulichen Rahmenbedingungen und weniger am tatsächlichen Bedarf der Bevölkerung.
Dabei verwies die PNN auf die derzeit geplanten Trinkwasserangebote im Zusammenhang mit den neuen Cooling-Points am Steubenplatz und am Johannes-Kepler-Platz.
Trinkbrunnen sollen auch für Kinder nutzbar sein
Ein weiterer Kritikpunkt betreffe die Nutzbarkeit bestehender Trinkbrunnen für Kinder. Nach Angaben der PNN habe Anja Günther darauf hingewiesen, dass kleinere Kinder die vorhandenen Anlagen oftmals nicht selbstständig nutzen könnten.
Aus Sicht der Fraktion müssten öffentliche Trinkwasserangebote so gestaltet werden, dass sie allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen zugänglich seien.
Hitzeschutz als kommunale Aufgabe
Darüber hinaus fordere die Linke nach Angaben der Zeitung eine stärkere Verankerung des Hitzeschutzes innerhalb der Stadtverwaltung. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel solle das Thema als kommunale Pflichtaufgabe behandeln.
Nach Auffassung der Fraktion müsse klar geregelt werden, welche Verwaltungsbereiche für einzelne Maßnahmen verantwortlich seien und wie deren Finanzierung dauerhaft sichergestellt werden könne.
Mehr Bäume und Schatten auf öffentlichen Plätzen
Neben zusätzlichen Trinkwasserangeboten fordert die Linke laut PNN auch mehr Schatten und zusätzliche Begrünung im Stadtgebiet. Öffentliche Plätze sollten verstärkt mit Bäumen ausgestattet werden, um Aufenthaltsqualität und Hitzeschutz gleichermaßen zu verbessern.
Die Debatte reiht sich in die aktuelle Diskussion um den Hitzeschutz in Potsdam ein. Erst kürzlich war öffentlich geworden, dass die Stadt bislang über kein umfassendes Hitzeschutzkonzept verfügt und derzeit vor allem auf einzelne Maßnahmen wie Cooling-Points, Trinkwasserbrunnen sowie Informationsangebote setzt.
Quelle: PNN








