Kepler-Platz gerettet: Potsdam erhält mehr Zeit für Smart-City-Projekte

Laut PNN-Bericht könnten zentrale Smart-City-Projekte in Potsdam, darunter der Umbau des Kepler-Platzes – dank zusätzlicher Förderzeit doch umgesetzt werden.

Grafik: Tinius Architekten/ Landeshauptstadt Potsdam

Bund und Fördermittelgeber hätten der Stadt demnach eine Verlängerung um ein Jahr gewährt, sodass die Umsetzung nun bis 2027 möglich bleibe.

Verlängerung sichert wichtige Projekte

Dem Bericht zufolge habe das Rathaus mehrere geförderte Vorhaben nicht fristgerecht umsetzen können und sei daher auf die Fristverlängerung angewiesen gewesen.

Von der Entscheidung profitierten neben dem Johannes-Kepler-Platz im Stadtteil Am Stern auch Projekte im Umfeld der Bahnhöfe Pirschheide, Golm und Griebnitzsee. Dort seien unter anderem neue Radabstellanlagen, Sitzgelegenheiten und Grünflächen vorgesehen, teilweise ergänzt durch digitale Anwendungen, etwa zur Bewässerung.

Kepler-Platz als Beispiel für klimaangepasste Stadtentwicklung

Besonders im Fokus stehe der Umbau des Kepler-Platzes, der künftig stärker an die zunehmenden klimatischen Herausforderungen angepasst werden solle.

Geplant sei laut Bericht ein sogenannter „Cooling Point“, der die Aufenthaltsqualität auf dem bislang stark versiegelten Platz verbessern solle. Neue Bäume und zusätzliche Verschattungs- sowie Kühlungseffekte könnten dazu beitragen, den Platz auch an heißen Sommertagen besser nutzbar zu machen.

Die Verzögerungen hätten sich unter anderem durch notwendige Leitungsumverlegungen und Abstimmungen mit den Stadtwerken ergeben.

Verzögerungen durch Haushaltslage

Als Ursache für die zeitlichen Probleme habe die Stadt unter anderem die vorläufige Haushaltsführung in den Jahren 2025 und 2026 genannt. Dadurch seien notwendige Ausschreibungen nicht rechtzeitig erfolgt.

Mit der Verlängerung könnten nun nicht nur bauliche Maßnahmen, sondern auch digitale Projekte umgesetzt werden, etwa ein Tool zur besseren stadtweiten Koordination von Veranstaltungen.

Bundesförderung weiterhin gesichert

Potsdam habe als eine von bundesweit 73 Modellkommunen im Programm „Smart City“ Fördermittel in Höhe von rund zehn Millionen Euro für den Zeitraum 2022 bis 2026 erhalten. Mit der Verlängerung bleibe diese Förderung weiterhin nutzbar.

Bürgerinformation vor Ort geplant

Um die Öffentlichkeit stärker einzubeziehen, sei laut Bericht eine Informationsveranstaltung am Kepler-Platz geplant. Diese solle am 4. Juli 2026 stattfinden und Einblicke in die zukünftige Gestaltung sowie den aktuellen Planungsstand geben.

Stadtentwicklung zwischen Klimaanpassung und Digitalisierung

Insgesamt würde der Bericht zeigen, dass die Smart-City-Projekte in Potsdam zentrale Themen der Stadtentwicklung verbinden: Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und digitale Infrastruktur.

Die Verlängerung der Förderfrist könnte damit ermöglichen, wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Entwicklung von Quartieren wie dem Stern zu sichern und weiter voranzutreiben.

Quelle: PNN