Nach einem Bericht der PNN, solle ein bislang unbebautes Grundstück zwischen Schmiedegasse und Schlegelstraße in der Potsdamer Jägervorstadt veräußert werden.

Das Grundstück befinde sich im Umfeld der ehemaligen Ruinenberg-Kasernen und damit in einem der gefragtesten Wohnquartiere der Landeshauptstadt.
Nach Angaben der Zeitung werde das Areal nicht im klassischen Bieterverfahren verkauft. Stattdessen sei eine sogenannte Konzeptvergabe vorgesehen. Entscheidend sei demnach nicht der höchste Kaufpreis, sondern die Qualität des eingereichten Nutzungskonzepts.
Selbst genutztes Wohnen im Mittelpunkt
Die PNN berichteten unter Berufung auf den Entwicklungsträger Bornstedter Feld, dass sich die Ausschreibung an Baugemeinschaften mit mindestens drei Haushalten richten solle. Vorgesehen sei, dass mindestens 70 Prozent der Wohnfläche für mindestens 15 Jahre selbst genutzt würden.
Bevorzugt würden Familienwohnungen sowie Wohnungen für kleinere Haushalte. Reine Loftkonzepte oder überwiegend auf Einzelpersonen ausgerichtete Planungen seien nach Angaben des Entwicklungsträgers ausdrücklich nicht gewünscht.
Kleines Baufeld auf großem Grundstück
Das Grundstück umfasse insgesamt rund 1.266 Quadratmeter. Bebaut werden solle jedoch lediglich eine Fläche von etwa 170 Quadratmetern. Geplant sei ein dreigeschossiges Wohngebäude mit zusätzlichem Dachgeschoss.
Die PNN zitierten den Entwicklungsträger mit dem Hinweis, dass sich die Bebauung an den vorhandenen Strukturen des Quartiers orientieren solle. Ziel sei es, den Charakter des Wohngebiets mit seinen Freiflächen und der vergleichsweise lockeren Bebauung zu erhalten.
Grünfläche wurde bislang von Anwohnenden genutzt
Derzeit werde die Fläche laut PNN als Grün- und Aufenthaltsbereich genutzt. Auf dem Gelände befänden sich Bänke, ein Strandkorb sowie mehrere Hochbeete. Seit 2015 sei das Grundstück den Anwohnenden im Rahmen einer befristeten Vereinbarung kostenfrei zur Verfügung gestellt worden. Im Gegenzug hätten diese Pflege, Verkehrssicherung und Winterdienst übernommen.
Der entsprechende Nutzungsvertrag sei inzwischen ausgelaufen.
Ausschreibung startet im Herbst
Nach Angaben der Zeitung solle die Ausschreibung zwischen August und Oktober 2026 veröffentlicht werden. Die eingereichten Bewerbungen würden anschließend geprüft. Die ausgewählten Interessentinnen und Interessenten hätten dann bis Februar 2027 Zeit, ein detailliertes Bebauungskonzept vorzulegen.
Ein Verkauf des Grundstücks wäre nach derzeitigem Zeitplan frühestens ab April 2027 möglich.
Wohnungsbau statt weiterer Grünfläche
Die PNN berichteten weiter, dass das Grünflächenamt für die Fläche keinen dauerhaften Bedarf als öffentliche Grünanlage gesehen habe. Daher habe sich die Stadt für eine wohnungsbauliche Nutzung entschieden. Warum das Grundstück trotz bestehender Entwicklungsziele erst jetzt ausgeschrieben werde, sei vom Entwicklungsträger nicht näher erläutert worden.
Mit der Konzeptvergabe wolle die Stadt offenbar sowohl Wohnungsbau ermöglichen als auch Einfluss auf die spätere Nutzung und die städtebauliche Qualität des Projekts behalten.
Quelle: PNN








