Die ProPotsdam habe erste Pläne für eine wohnungsbauliche Entwicklung der Grundstücke Tornowstraße 36 und 40 auf Hermannswerder erarbeitet.

Das habe Oberbürgermeisterin Noosha Aubel nach Angaben der MAZ den Potsdamer Stadtverordneten mitgeteilt.
Zu dem Areal gehöre auch eine leer stehende ehemalige Fahrradwerkstatt, die im Mai 2026 vorübergehend besetzt worden sei. Die Aktivistinnen und Aktivisten hätten mit der Besetzung auf den Leerstand und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Potsdam aufmerksam machen wollen.
Zahl und Zielgruppen der Wohnungen noch offen
Wie die MAZ berichtete, lägen bislang keine Angaben zur möglichen Zahl der Wohnungen vor. Auch sei noch nicht entschieden, an welche Zielgruppen sich das künftige Wohnangebot richten könnte. Denkbar seien beispielsweise Wohnungen für Familien, ältere Menschen oder Studierende.
Erste städtebauliche Ideen sollten zunächst im Gestaltungsrat vorgestellt und diskutiert werden. Ein kurzfristiger Baustart sei laut MAZ nicht zu erwarten. Für das Vorhaben müssten zunächst die planerischen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden. Möglicherweise sei außerdem die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Für die Tornowstraße stünden sowohl die Planung als auch die Finanzierung noch am Anfang. Bis zum Baubeginn könnten daher mehrere Jahre vergehen.
Zwischennutzung durch soziale Träger wird geprüft
Um einen weiteren langjährigen Leerstand zu vermeiden, werde parallel eine Zwischennutzung des Areals untersucht. Nach Angaben von Noosha Aubel seien Gespräche oder Nutzungsmöglichkeiten mit interessierten sozialen Trägern Bestandteil der Prüfung.
Die Arbeiterwohlfahrt habe bereits im Zusammenhang mit der Besetzung Interesse an einer Pacht des Grundstücks geäußert. Vorgeschlagen worden sei ein soziokulturelles Zentrum mit Wohnnutzung. Auch die auf Hermannswerder ansässige Hoffbauer-Stiftung könne laut MAZ als sozialer Träger für eine zeitlich begrenzte Nutzung infrage kommen.
Stadt untersucht weitere ungenutzte Flächen
Nach politischen Forderungen insbesondere der Fraktionen Die Linke und Die Andere habe die Stadtverwaltung zudem weitere leer stehende Immobilien und ungenutzte Grundstücke untersucht. Die betrachteten Flächen umfassten nach Angaben der Oberbürgermeisterin insgesamt rund 120.000 Quadratmeter.
Die Ergebnisse der Prüfung sollten am 7. Oktober 2026 im Hauptausschuss vorgestellt werden. Dabei solle erläutert werden, welche Immobilien und Grundstücke sich kurzfristig für Zwischennutzungen oder langfristig für eine dauerhafte Entwicklung aktivieren ließen.
Quelle: MAZ








