Grüne Oase mit Bäumen und Lounge-Möbeln

Platz Am Brauhausberg wurde nach Neugestaltung von der Landeshauptstadt freigegeben

Blick auf den neuen Stadtplatz Am Brauhausberg. Foto: LHP/Friederike Herold

Nach umfangreicher Umgestaltung wurde der Platz Am Brauhausberg am 5. April mit einem Nachbarschaftsfest wiedereröffnet. Er gliedert sich in drei Teile und erstreckt sich auf über 3000 Quadratmeter Fläche. Sie wurde mit Bäumen, Stauden, Lounge-Möbeln, Sitzflächen und Hochbeeten neugestaltet.

Um die Historie des Ortes für die Besucher:innen erlebbar zu machen, wurden Informationsstelen errichtet. Sie geben Auskunft über frühere Nutzungen und Gestaltungsvarianten des Platzes. Die Neugestaltung der Gesamtfläche hat der Landeshauptstadt Potsdam zufolge insgesamt 928.000 Euro brutto gekostet.

„Ich freue mich, dass wir nach zweieinhalbjähriger Planungs- und Bauphase den Stadtplatz mit ganz neuer Qualität an die Menschen vor Ort zur Nutzung übergeben können“, sagte dazu Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt. „Hier kann sich die Nachbarschaft jetzt wieder treffen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Zeit verbringen.“

Wichtig sei der Stadt auch gewesen, die noch vorhandenen Elemente der historischen Struktur des Platzes in die Neuplanung zu integrieren, so Rubelt. „Der dreigeteilte Platz Am Brauhausberg bildet nun zusammen mit den neu gestalteten ‚Minsk-Terrassen‘, den Freiflächen am Freizeitbad ‚Blu‘, der zukünftigen Grünfläche über dem alten Eiskeller und der zukünftigen Gestaltung des sogenannten ‚Grünen Dreiecks‘ ein gestalterisches Gesamtensemble am Brauhausberg.“

Bäume, Hochbeete und Solitärsträucher

Der neue Platz Am Brauhausberg gliedert sich in drei Teile. Dabei blieb der südliche Bereich als grüner Platz erhalten und nimmt nun durch die Bestandsbäume und Neupflanzungen sowie durch rahmende niedrige Hecken gestalterisch Bezug auf den ehemaligen Schützengarten. Die beiden nördlich gelegenen Plätze wurden bis auf den Erhalt des alten Baumbestands vollständig neu entworfen. Das stark abfallende Gelände wurde als Gestaltungsthema aufgenommen und in Form von sich herausschiebenden Pflanz-Ebenen umgesetzt. Marode Mauern und ein wilder Parkplatz wurden abgebrochen, Leitungen um- und neuverlegt, Rasen- und Staudenflächen terrassenartig angelegt, Hochbeete gebaut und Flächen für die Feuerwehr und für Fußgänger gepflastert.

Mit dem Einbau von zeitgemäßem Stadtmobiliar erhielt der Platz zusätzliche Angebote zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität, u. a. integrierte Sitzauflagen an den Hochbeet-Einfassungen, bequeme Lounge-Möbel auf dem Oberen Stadtplatz aus feuerverzinktem und pulverbeschichtetem Stahl und naturbelassener Eiche, Abfallbehälter und neue Fahrradanlehnbügel.

Es wurden sechs Bäume (fünf Gleditschien und eine Ulme) und zehn Solitärsträucher (Felsenbirne, Strauchmispel, Wolliger Schneeball, Herbstflieder, Wildrose) neu gepflanzt. Hinzu kommt eine Heckenpflanzung aus Liguster, die den Oberen Stadtplatz rahmt, sowie verschiedene Stauden- und Gräserpflanzungen in den Hochbeeten.
Im Baugeschehen wurde auf der unteren Stadtplatzfläche ein Tiefenbrunnen des ehemaligen Getränkekombinats aufgefunden. Dieser konnte wieder ertüchtigt werden, um künftig die Pflanz- und Rasenflächen bei Bedarf zu wässern.

Angrenzend an den neuen Platz findet sich die denkmalgeschützte Siedlung. Die Häuser zwischen Albert-Einstein-Straße und der Straße Am Brauhausberg wurden Anfang der 1930er-Jahre gebaut. Die ProPotsdam führte im Altbauquartier eine umfassende Sanierung durch. Dafür wurden nach Angaben des Unternehmens insgesamt 18,4 Millionen Euro investiert. Durch Fördermittel des Landes Brandenburg in Höhe von 12 Millionen Euro konnten rund 75 Prozent der Wohnungen nach der Sanierung mietpreis- und belegungsgebunden bleiben.