GdW warnt vor Kürzungen bei Gebäudeförderung

Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW warne eindringlich vor den geplanten Kürzungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Bild: Frauke Riether/ Pixabay

Wie der Verband mitteile, könnten Einschnitte bei der Förderung für klimafreundliches Heizen und energetische Sanierungen sowohl den Klimaschutz als auch die Bezahlbarkeit des Wohnens erheblich beeinträchtigen.

Förderkürzungen könnten Mieter direkt belasten

Nach Einschätzung des GdW hätten Fördermittel eine zentrale soziale Funktion: Sie entlasteten Wohnungsunternehmen bei Investitionen und würden dadurch helfen, die Kosten für Mieterinnen und Mieter stabil zu halten.

Der Verband betone, dass jeder gestrichene Förderungseuro letztlich bei den Haushalten ankomme. Fehlende Zuschüsse müssten durch höhere Eigenmittel oder Mieterleistungen ausgeglichen werden, wodurch die finanzielle Belastung steigen könnte.

Mehrfamilienhäuser besonders betroffen

Besonders kritisch sehe der GdW die vorgesehenen Änderungen für Mehrfamilienhäuser. Gerade diese Gebäude seien das Rückgrat des bezahlbaren Wohnens, da dort ein großer Teil der Bevölkerung lebe.

Eine Absenkung der Förderung in diesem Bereich würde nach Ansicht des Verbandes dazu führen, dass größere Wohnungsbestände benachteiligt werden – ausgerechnet dort, wo Investitionen in Klimaschutz und Bestandssanierung besonders notwendig seien.

Unsicherheit für langfristige Investitionen

Zudem würde der GdW auf die Bedeutung von Planungssicherheit hinweisen. Sanierungsmaßnahmen würden oft über viele Jahre vorbereitet und kalkuliert.

Kurzfristige Änderungen in der Förderpolitik könnten dazu führen, dass Projekte verschoben oder ganz aufgegeben werden. Der Verband warne, dass solche Unsicherheiten Investitionen ausbremsen und die Transformation des Gebäudebestands verzögern könnten.

Klimaziele könnten schwerer erreichbar werden

Neben den sozialen Auswirkungen würden auch die klimapolitischen Folgen hervorgehoben. Ohne ausreichende Förderung könnten notwendige Sanierungen deutlich langsamer umgesetzt werden.

Der GdW sehe die Gefahr, dass die gesetzten Klimaziele im Gebäudesektor unter diesen Bedingungen schwer erreichbar seien.

Kritik an Förderstruktur und Verbesserungsvorschläge

Der Verband würdige zwar einzelne geplante Verbesserungen, etwa beim seriellen Sanieren oder bei besonders ineffizienten Gebäuden. Diese reichten nach seiner Einschätzung jedoch nicht aus, um die negativen Effekte der Kürzungen auszugleichen.

Stattdessen fordert der GdW eine verlässliche, auskömmliche und langfristig planbare Förderung, die insbesondere den Mehrfamilienhausbereich berücksichtigt.

Quelle: GdW