Barrierefreies Wohnen stark nachgefragt: Fördermittel für 2026 bereits ausgeschöpft

Wie das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) mitteilte, sind die Mittel des Förderprogramms „Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ für das Jahr 2026 vollständig ausgeschöpft.

Mit dem Programm wurden bauliche Maßnahmen unterstützt, die dazu beitragen, Barrieren im Wohnungsbestand abzubauen. Gefördert wurden beispielsweise der Einbau bodengleicher Duschen, die Beseitigung von Türschwellen oder der Einbau von Aufzügen. Ziel ist es, Menschen auch bei eingeschränkter Mobilität ein selbstständiges Wohnen im vertrauten Umfeld zu ermöglichen.

Rund 26.800 Wohnungen profitieren von der Förderung

Für das Jahr 2026 standen insgesamt 50 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Nach Angaben des Ministeriums wurden seit April Förderzusagen für rund 26.800 Wohnungen erteilt.

Die durchschnittliche Förderung lag bei etwa 1.720 Euro je Wohneinheit. Insgesamt wurden mehr als 21.000 Anträge bewilligt.

Das Programm ist als Objektförderung ausgestaltet. Die geschaffenen barrierearmen Wohnungen stehen damit dauerhaft auch künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung.

Bedeutung für eine alternde Gesellschaft

Die hohe Nachfrage unterstreicht nach Einschätzung des Ministeriums die wachsende Bedeutung barrierearmer Wohnungen. Angesichts des demografischen Wandels gewinnt die Anpassung bestehender Gebäude zunehmend an Bedeutung, sowohl für Eigentümer als auch für Wohnungsunternehmen und Genossenschaften.

Gerade im Bestand stellen Maßnahmen zur Barrierefreiheit oftmals eine wichtige Voraussetzung dar, damit Menschen länger selbstständig wohnen können.

Bund verbessert Programm „Jung kauft Alt“

Parallel dazu kündigte das BMWSB Verbesserungen für das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ an. Die neuen Regelungen sollen ab 3. August 2026 gelten. Mit dem Programm unterstützt der Bund Familien mit kleinen und mittleren Einkommen beim Erwerb selbst genutzter Bestandsimmobilien mit den Energieeffizienzklassen F, G oder H. Die Förderung erfolgt über zinsverbilligte Kredite der KfW.

Nach Angaben des Ministeriums sollen Familien dadurch besser bei Kauf und Modernisierung älterer Wohngebäude unterstützt werden. Demnach soll das Programm dazu beitragen, vorhandene Gebäude besser zu nutzen und gleichzeitig die energetische Qualität des Bestands schrittweise zu verbessern.

Die Änderungen sollen Familien mehr Gestaltungsspielraum geben und Investitionen in bestehende Wohngebäude erleichtern.

Quelle: BMWSB