Abwärme vom Rechenzentrum

Die MAZ berichtete, dass die Gemeinde Wustermark und die Landeshauptstadt Potsdam die Abwärme eines in Wustermark geplanten Rechenzentrums künftig gemeinsam nutzen möchten.

Fernwärmerohre
Bild: Frank Wassmann/Pixabay

Laut Bericht hätten Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber und Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel dafür eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

In Wustermark solle demnächst ein Rechenzentrum entstehen, dessen prognostizierte Abwärmemenge laut MAZ rund das Zweieinhalbfache des aktuellen Potsdamer Fernwärmebedarfs betragen würde. Wustermark habe sich die Nutzung dieser Abwärme bereits vertraglich gesichert, um die Wärmeversorgung für die eigene Bevölkerung langfristig stabil und klimafreundlich zu gestalten.

Um die erheblichen Wärmeressourcen mit dem technischen Know-how und dem großen Wärmebedarf Potsdams zu verbinden, solle das Projekt partnerschaftlich weiterentwickelt werden. Dadurch könnten, so die MAZ, Bürgerinnen und Bürger beider Kommunen von einer nachhaltigen und günstigen Wärmeversorgung profitieren.

Laut Aussage von Oberbürgermeisterin Aubel eröffne das Vorhaben für Potsdam die Möglichkeit, den gesetzlich geforderten Anteil erneuerbarer Wärme eventuell kostengünstiger zu erreichen als bisher angenommen. Angesichts steigender Energiepreise sei es sinnvoll, die Machbarkeit dieser Alternative zu prüfen und langfristig teures Erdgas zu ersetzen.

Auch Wustermarks Bürgermeister Schreiber sehe Vorteile: Durch die Kooperation könnten möglicherweise auch Ortsteile von Wustermark künftig mit Wärme versorgt werden, in denen ein Netz bislang als schwer realisierbar gegolten habe. Die Erklärung unterstreiche die enge Zusammenarbeit beider Kommunen, um Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Standortnähe in der Wärmewende sicherzustellen.

Als ersten Schritt solle nun laut gemeinsamer Mitteilung eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, die die Entscheidungsgrundlage für die nächsten Phasen des Projekts bilde.

Auf operativer Ebene werde sich nach MAZ-Angaben der Potsdamer Stadtwerkekonzern mit seiner Tochter EWP maßgeblich an der Entwicklung beteiligen.

Quelle: MAZ