58 Prozent mehr Wohnungsbaugenehmigungen in Potsdam

In den ersten zehn Monaten grünes Licht für 1115 Wohnungen

Baustelle an den Klinkerhöfen in Krampnitz. Foto: Benjamin Maltry

In Potsdam werden wieder mehr Baugenehmigungen für Wohnungen beantragt und erteilt. Das geht aus Daten des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervor, die die PNN gesichtet haben. Von Anfang Januar bis Ende Oktober 2025 hat die Landeshauptstadt demnach grünes Licht für 1115 Wohnungen gegeben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 703.

Der große Sprung kam erst im Oktober mit der Baugenehmigung für ein großes Wohnungsbauvorhaben an der Großbeerenstraße. Dort will das Potsdamer Immobilienunternehmen KW Development mehr als 500 Wohnungen errichten. Die Bauarbeiten auf der Fläche eines ehemaligen Parkplatzes vor dem Haupteingang des Filmparks haben bereits begonnen.

In den vergangenen beiden Jahrzehnten gab es den PNN zufolge viele Jahre mit mehr als 1000 genehmigten Wohnungen, im Jahr 2020 etwa auf 1104. Im Jahr 2014 waren es sogar mal 2735. Im vergangenen Jahr waren es dagegen nur noch 761.

Den Wohnungsmarkt entlasten die Genehmigungen noch nicht. Das anhaltende Interesse an einem Leben in der Stadt sorgt für eine hohe Nachfrage und damit für steigende Mieten. Angesichts der schwachen Vorjahre ist so schnell nicht mit einer Erleichterung zu rechnen.

Tatsächlich gebaut wurden im Jahr 2024 etwas mehr Wohnungen als in den beiden Vorjahren. Laut des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg wurden genau 992 Wohnungen fertiggestellt, der zweitniedrigste Wert der letzten zehn Jahre.