Pestel Institut: 47 Prozent der Wohnungen in Potsdam älter als 45 Jahre

47 Prozent der rund 102.000 Wohnungen in Potsdam sind älter als 45 Jahre und gelten damit als sanierungsbedürftig. Diese Zahl findet sich einer aktuellen Studie des Pestel Instituts im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB). Die Ergebnisse griff die MAZ auf. Im Zentrum der Untersuchung stand demnach die Energieeffizienz der Gebäude, die für die Erreichung der kommunalen Klimaziele eine entscheidende Rolle spielt.
Bis 2045 soll der gesamte Gebäudebestand in Deutschland klimaneutral. Matthias Günther vom Pestel Institut betonte bei der Vorstellung der Ergebnisse, dass die Notwendigkeit bestehe, bei den Sanierungen einen Gang höher zu schalten. Eigentümer von Wohngebäuden in Potsdam müssen nach den Berechnungen mit hohen Kosten rechnen. Schätzungen zufolge könnten sich die Sanierungskosten bis 2045 auf jährlich etwa 228 Millionen Euro belaufen.
BDB-Präsidentin Katharina Metzger appellierte an die Politik, mehr Anreize für Energiesparsanierungen auch für private Hauseigentümer zu schaffen. Die Sanierung von Altbauten könnte helfen, Arbeitsplätze in der Baubranche zu sichern. Die angespannte Situation im Wohnungsbau und drohende Kapazitätsverluste im Bauwesen erfordern laut des Verbands ein rasches Handeln des Bundes.
Pestel-Institut und der BDB sprechen sich laut MAZ-Bericht dafür aus, Sanierungen umfassend und effizient zu gestalten. Dazu zählen Maßnahmen wie Dachdämmung, der Einbau von Isolierfenstern und Wärmepumpen, aber auch ein altersgerechter Umbau. Es sei oft effektiver und in der Regel günstiger, „im Rundumschlag“ zu „sanieren als Stück für Stück über Jahre verteilt“.








