141 Wohnungen für Bundesbedienstete am Stern

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erteilt Baugenehmigung für Großbeerenstraße

Die neuen Dächer auf der Großbeerenstraße sollen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Foto: Pixabay/Andreas160578

Für ein lange angekündigtes Wohnungsbauprojekt am Stern rückt der Baustart in greifbare Nähe. „Nach über einem Jahr Antragsbearbeitung hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) die Baugenehmigung für zwei Baufelder an der Großbeerenstraße erhalten. Die noch ausbleibende Baugenehmigung wurde für Anfang Februar avisiert“, teilte die Behörde auf Anfrage der PNN mit.

Drei Flächen sollen entwickelt werden, in der Großbeerenstraße dies- und jenseits der Jagdhausstraße und in der Jagdhausstraße Ecke Waldhornweg. Für letztere Fläche seien die Bauleistungen schon ausgeschrieben, der Spatenstich für Juni vorgesehen. Für die anderen beiden Flächen soll die Ausschreibung noch in diesem Monat beginnen. „Der Spatenstich ist dort für Oktober 2026 vorgesehen. Bis zum Spatenstich müssen die Stadtwerke den Fernwärmeanschluss noch verlegen“, so die Bima laut PNN. Ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag ist für die Baukosten veranschlagt. Dabei sollen 141 Wohnungen entstehen. soll investiert werden.

Geplant sind weiterhin insgesamt 141 Wohnungen. Die Fertigstellung ist den Angaben zufolge nun voraussichtlich für Ende 2028 geplant. Eigentlich sollte es schon 2024 mit dem Bau losgehen. „Die Verzögerung gegenüber unserer früheren Angabe resultiert aus Umplanungserfordernissen aufgrund unerwarteter und sehr später behördlicher (Nach-) Forderungen“, teilte die Bima mit.

Profitieren sollen vorrangig Bundesbedienstete. Hintergrund der Ausbaupläne ist unter anderem die Erweiterung des Bundespolizeipräsidiums. Bis zum Jahr 2032 soll die Zahl der Mitarbeiter in Potsdam von rund 1500 auf 1800 wachsen. Die meisten neuen Wohnungen werden auf den beiden Flächen an der Großbeerenstraße entstehen. „Die 112 Wohnungen bilden mit ihrem Mix aus zwei bis vier Zimmern die Erfordernisse der erwarteten Bewohnerstruktur ab“, teilte das Hamburger Planungsbüro IWB Ingenieursgesellschaft auf PNN-Anfrage mit. „Die halböffentlichen Innenhöfe verbinden beide Flächen fußläufig über die Jagdhausstraße hinweg und laden die Bewohner, auch die der Nachbarschaft, zur Nutzung der Spielflächen und zum Verweilen unter den alten Bäumen ein.“

Die Dächer sollen begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Die Neubauten erfüllen den Angaben zufolge den Effizienzhaus-55-Standard. „Durch den Bau der zwei Tiefgaragen mit insgesamt 105 PKW-Stellplätzen wird die gemeinschaftliche Nutzung der Innenhöfe ermöglicht.“

Eine Nummer kleiner sind die Bauten in der Jagdhausstraße Ecke Waldhornweg. Dort sollen drei Doppelhäuser mit je drei Geschossen sowie zwei freistehende Stadtvillen mit je vier Geschossen entstehen. Sie sollen mit mineralischer Wärmedämmung beschichtet werden.